Innenminister Dr. Günther Beckstein beim Fachkongress der Energiebeauftragen
München - 13.03.2007
Anlässlich des 12. Fachkongresses der kommunalen Energiebeauftragten am 12. März 2007 in Nürnberg betonte Innenminister Dr. Günther Beckstein, dass die Städte und Gemeinden durch ihr Energiemanagement erheblich zur Einsparung und Minderung klimaschädlicher Emissionen beitragen können . "Die Kommunen können dabei auf verschiedenste Weise aktiv werden, sei es durch Einsparungen in ihren eigenen Liegenschaften, eigene, CO2-arme Energieerzeugung, Verkehrspolitik und Stadtplanung, Beratung ihrer Bürgerinnen und Bürger oder auch durch kommunale Förderprogramme. Die Energieeinsparung ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, sondern sie trägt auch zur Entlastung der angespannten öffentlichen Kassen bei", so Beckstein in seiner Pressemitteilung.
Der Freistaat Bayern fördert die Senkung des CO2-Ausstosses mit verschiedenen Programmen. So werden unter anderen Untersuchungen, Konzepte und Pilotvorhaben der Kommunen zur Energieeinsparung, die energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe, die Entwicklung und Anwendung neuer Energietechnologien sowie Untersuchungen, die dem Ziel der rationelleren Gewinnung und Verwendung von Energie bzw. der Energieeinsparung dienen, sowie energetische Sanierungen im Gebäudebestand gefördert.
Fast 40 Prozent der Energie wird in Bayern für Heizung und Warmwasser verbraucht. "Baulicher Wärmeschutz, effiziente Heizungs- und Warmwassersysteme und die Nutzung von regenerativen Energien sind die Grundbausteine für eine rationelle Energienutzung", führte Beckstein aus.
Die Oberste Baubehörde hat im Jahr 2004 die Arbeitsgruppe "Energieeffizientes Bauen" gegründet, um die eigenen Impulse mit anderen Aktivitäten bündeln zu können und der Öffentlichkeit besser zugänglich zu machen. In der Arbeitsgruppe sind neben den Ministerien und Bezirksregierungen auch die Kommunalen Spitzenverbände, die Wohnungswirtschaft, Architekten und Ingenieurekammer sowie die Städte München und Nürnberg vertreten. "Der Informationsaustausch trägt schon erfreuliche Früchte. Die Runde ist zu einer kompetenten Meinungs- und Wissensplattform geworden, die Synergien nutzt", so Beckstein.
Durch die Modellvorhaben "Ökologischer Wohnungsneubau" und "Ökologische Modernisierung" im Experimentellen Wohnungsbau wurden unterschiedliche Konzepte von der umfassenden Dämmung über optimierte Lüftungstechnik und Anlagentechnik bis hin zu High-Tech-Systemen mit Solar- und Geothermienutzung erprobt. Der CO2-Ausstoß der Siedlungen konnte so um rund 80 Prozent gesenkt werden. Auch in der Städtebauförderung ist die energetische Sanierung von öffentlichen und privaten Gebäuden in vielen der rund 800 Sanierungsgemeinden fester Bestandteil. "Wir wollen auch die Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern zum Energiesparen anregen", betont Beckstein.
Die Bayerische Staatsregierung bietet im Internet das Energieportal http://www.gebaeude-und-energie.bayern.de an. Dort sind Beratungs- und Fördermöglichkeiten zur Energieeinsparung in Neubau und Bestand, Vorschriften und aktuelle Veranstaltungen abrufbar. Das Energieportal wird auch, mit regionaler Schwerpunktsetzung bei den Internetpräsentationen der einzelnen Bezirksregierungen veröffentlicht, um so flächendeckend in ganz Bayern gezielte Informationen vor Ort anzubieten.
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