Energieforum IngolStadtLandPlus am 23.11.2013 in Vohburg

Global denken, regional kooperieren, lokal handeln

 

Vohburg   -  24.11.2013

Rund 140 Besucher sind am 23. November 2013 in die Agnes-Bernauer-Halle nach Vohburg gekommen, um gemeinsam über die Energiewende in der Region IngolStadtLandPlus zu diskutieren und über Zukunftsmöglichkeiten zu sprechen. Mit dabei waren auch zahlreiche Fachleute, die bei individuellen Fragen Auskunft gaben und in Vorträgen informierten.

So etwa Prof. Dr. Wolfgang Seiler von der Bürgerstiftung Energiewende Oberland, der nicht nur den ökologischen, sondern auch wirtschaftlichen Nutzen der Energiewende deutlich machte: „Deutschland gibt jedes Jahr rund 100 Milliarden Euro – etwa ein Drittel des Bundeshaushaltes – aus, um fossile Energie aus dem Ausland zu importieren.“ Die beiden Landkreise Bad Tölz und Miesbach steckten rund 600 Millionen Euro in den Kauf externer Energie. „Wenn nur die Hälfte davon in Zukunft in der Region erzeugt werden könnte, wäre dies eine enorme Wertschöpfung“, so Seiler. Deshalb sei die Devise: global denken, regional kooperieren, lokal handeln! 

Eine der größten Herausforderungen der Zukunft
Auch der Landrat des Landkreises Pfaffenhofen, Martin Wolf, hob die Wichtigkeit des Themas hervor. Als Vorstandsvorsitzender der Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt e.V. (IRMA), die das Energieforum veranstaltete, ging er besonders auf die regionale Umsetzung ein: „Die Mitglieder der IRMA haben die Energiewende als ein Zukunftsthema identifiziert, das uns noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte begleiten wird.“ Das Thema sei für alle Akteure in der Region – Kommunen, Unternehmen, Verbände, Landwirtschaft und Privathaushalte – gleichermaßen von Bedeutung. Deshalb böten viele Organisationen und Institutionen vor Ort den Bürgerinnen und Bürgern bereits Möglichkeiten zur Information. „Wir als IRMA haben uns zur Aufgabe gemacht, diese Angebote in der Region IngolStadtLandPlus zu bündeln und transparent zu machen – von Eichstätt bis Pfaffenhofen, von Beilngries bis Schrobenhausen“, so Wolf. Neben dem Energieforum sei das neue Internetportal www.energiestadtlandplus.de ein weiteres Ergebnis der IRMA-Projektarbeit. Dort sind zum Beispiel die wichtigsten Ansprechpartner und gute Beispiele aus der Praxis zu finden. IRMA-Präsidiumsmitglied und Landrat von Eichstätt Anton Knapp ergänzte: „Unser Ziel muss es sein, in der Region energetisch autark zu werden. Wenn wir es in unserer prosperierenden Region IngolStadtLandPlus nicht schaffen, wer soll es dann schaffen.“ Ludwig Bayer, Kreisrat des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen, wies auf die Notwendigkeit von Bürgerbeteiligungen hin. Dazu müssten die Sorgen und Ängste der Bürger durch Information und Austausch abgebaut werden.

Landkreisübergreifende Beratung
Vertreter von Kommunen, Energieerzeugern, Dienstleistern, Bildungseinrichtungen, Genossenschaften sowie verschiedene Initiativen berichteten auf dem Energieforum über ihre Ziele, bereits durchgeführte Projekte sowie geplante Vorhaben. Dass Ingolstadt bereits viel in die Energiewende investiere, hob Ingolstadts Umwelt- und Sozialreferent Wolfgang Scheuer hervor. Als Beispiele nannte er das an die Raffinerie angeschlossene Fernwärmenetz, welches Audi, das Klinikum und das Güterverkehrszentrum mit Fernwärme versorge. Auch bei Rankings zum Thema Solarenergie belege Ingolstadt regelmäßig vordere Plätze.

Neben zahlreichen Vorträgen fanden an fünf Besprechungsinseln moderierte Fachgespräche statt. Thomas Eder von der TU München brachte die Gespräche aus seiner Besprechungsinsel auf den Punkt: Besonders in den kleineren Kommunen fehle es häufig noch an Energie-Experten, die die Vorteile aus den Energienutzungsplänen an die Bürger weitergeben könnten. Sein Vorschlag: eine landkreisübergreifende Beratung, die genau an diesem Punkt ansetze.

Weitere Informationen
Downloadbereich Vorträge

(Quelle: Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt e.V.)


 

 

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