Neues Positionspapier der Bayerischen Bauindustrie zur Energiewende
Fokus auf Planungssicherheit, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit
München
- 23.06.2014
„Die Bauindustrie ist fest entschlossen, ihren Beitrag zur Umsetzung der Energiewende zu leisten. Ihre Erfahrung als „Problemlösungsindustrie“ verlangt Planungssicherheit und Berechenbarkeit der Politik, damit Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit gelingen, “ sagte Gerhard Hess, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Bauindustrieverbandes, heute bei der Vorstellung des neuen Positionspapiers der Bayerischen Bauindustrie zur Energiewende.
Grundsätzlich gibt es die Energiewende nicht „umsonst“. Gebaut werden müssen dazu neue Stromleitungen und neue „erneuerbare“ Kraftwerke. Hess: „Wer Grünen Strom aus der Steckdose fordert, muss Einschnitte in der Natur und im eigenen Lebensraum hinnehmen.“ Zudem brauchen wir baldmöglichst eine funktionierende Strommarktgestaltung. Sie muss ein gedeihliches Nebeneinander herkömmlicher Kraftwerke, die noch lange Zeit die Versorgungssicherheit garantieren, und der „Erneuerbaren“ ermöglichen, so Hess „Derzeit haben wir eine Strommarktkrise.“ Man dürfe nicht übersehen, dass durch den Vorrang der „erneuerbaren“ Kraftwerke viele herkömmliche Kraftwerke
unrentabel geworden seien. Das betreffe vor allem die Kommunen.
Zu den erneuerbaren Energieformen sind Hess zwei Punkte wichtig: „Der Ausbau der Windenergie muss in Bayern weiter möglich sein. Ein ausreichender Abstand zur Wohnbebauung ist wichtig, aber das Zehnfache der Turmhöhe ist stark übertrieben.“
Hess: „Und mit dem Ausbau der Wasserkraft können wir es elegant schaffen, dass Bayern auch künftig seinen Energieverbrauch überdurchschnittlich aus bayerischen Energiequellen decken kann. Konkret bedeutet das, auch neue Anlagen zu bauen und die neueste Technologien zur Stromerzeugung einzusetzen.“ Dazu muss aber die EEG-Förderung der Wasserkraft ausgebaut werden, so dass der Bau neuer Anlagen und auch „ökologische“ Maßnahmen wie moderne Fischaufstiege dadurch gefördert werden können.
Das Potenzial der Energiewende liegt für Hess in den daraus hervorgehenden technologischen
Innovationen. „Gerade wenn er gefordert war, hat der deutsche Ingenieurgeist oft technisch herausfordernde innovative Lösungen hervorgebracht“, so Hess. „Unsere Bauunternehmen haben jetzt die Chance, neue Geschäftsmodelle „Made in Germany“ zu entwickeln. Davon können alle profitieren, die sich der Energiewende anschließen wollen und damit zum Gelingen der Energiewende beitragen.“
(Quelle: Bayerischer Bauindustrieverband e. V.)
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