Braune: "Ostdeutschland soll europäische Verbindungsregion werden"

25.08.2003

Berlin - "Die vorbereitenden Arbeiten der Bundesregierung zur Errichtung eines Osteuropazentrums für Wirtschaft und Kultur sind bereits weit vorangeschritten." Das teilte der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Tilo Braune am Mittwoch in Berlin mit. Ziel der Bundesregierung sei es, durch den Aufbau eines Osteuropazentrums die Entwicklung Ostdeutschlands zu einer europäischen Verbindungsregion zu unterstützen. "Dies geschieht vor dem Hintergrund der anstehenden EU-Erweiterung, die gerade für die neuen Länder eine große Herausforderung darstellt", sagte der Staatssekretär. Das neue Zentrum soll in Kooperation mit Einrichtungen der Wirtschaft, kulturellen Vereinigungen und wissenschaftlichen Institutionen die deutschen Beziehungen zu den Staaten Mittel- und Osteuropas stärken.

Vier Bundesländer haben ihr Interesse am Aufbau der neuen Einrichtung bekundet. So wurden dem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) detaillierte Konzepte aus Berlin, Brandenburg mit Frankfurt (Oder), Mecklenburg-Vorpommern mit Greifswald und Sachsen mit Leipzig als Standortbewerber vorgelegt. "Die Konzepte sind im BMVBW sowie den anderen beteiligten Bundesressorts analysiert und bewertet worden", sagte Braune. Dabei dienten als Bewertungsgrundlage auch die Stellungnahmen eines ausgewählten Expertenkreises1).

Für Anfang September 2003 ist eine Anhörung der Experten unter Beteiligung der interministeriellen Arbeitsgruppe geplant. Ziel sei es, den begonnenen Diskurs fortzusetzen und innovative Ansätze zu erarbeiten, die die Gründung der zukünftigen Einrichtung konstruktiv begleiten. Auf der Basis der vorliegenden schriftlichen Expertisen ergebe sich eine Priorisierung der Standorte Frankfurt (Oder) und Leipzig. Braune betonte, dass die Bundesregierung die endgültige Entscheidung noch in diesem Herbst treffen wolle. "Das bevorstehende Arbeitstreffen wird die Grundlage für diese Standortentscheidung
schaffen", ist Braune überzeugt.

Der Expertenkreis setzt sich zusammen aus den Vorständen von:

Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde, Südosteuropa-Gesellschaft, Herder-Institut Marburg, Ost-West-Wissenschaftszentrum Kassel, Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung, Deutscher Industrie- und Handelskammertag, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Bundesagentur für Außenwirtschaft, Ostausschuss der deutschen Wirtschaft.

Quelle: BMVBW

 

 

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