08.01.2004
Die Europäische Kommission hat heute einen Vorschlag des Europäischen Parlaments und des Rates für mehr Transparenz auf dem Arbeitsmarkt angenommen. Danach soll ein einheitliches Instrument geschaffen werden, das es EU-Bürgern, die eine Stelle suchen oder ihren Arbeitsplatz wechseln möchten, vereinfacht, potentielle Arbeitgeber von ihren Qualifikationen und Kompetenzen zu überzeugen.Verschiedene Informationen – sogenannte Transparenzinstrumente – über persönliche und berufliche Fähigkeiten, Sprachkenntnisse, Mobilitätserfahrungen, berufliche Qualifikationen und Hochschulabschlüsse werden in einem sogenannten „EUROPASS“ zusammengefasst. Das Instrument sei so konzipiert, dass die Angaben im Internet zugänglich sind und weitere Informationen hinzugefügt werden können.
„In einer Zeit, in der sich die Zahl der EU-Mitgliedstaaten von 15 auf 25 erhöht und in der die Beziehungen zu den anderen europäischen Ländern immer enger werden, ist es von großer Bedeutung, für mehr Transparenz bei Qualifikationen und Kompetenzen zu sorgen,“ sagte die für Bildung und Kultur zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding. Durch den EUROPASS könne die transnationale berufliche Mobilität gestärkt und das Prinzip des lebenslangen Lernen weiter etabliert werden.Das Konzept sei als konkrete Folgemaßnahme der Kopenhagener Erklärung von 2002 zu verstehen, in der sich die Bildungsminister von 31 europäischen Ländern für mehr Transparenz von Qualifikationen und Kompetenzen aussprachen.
Die technische Realisierung des Konzeptes sei bereits in Arbeit. Das Europäische Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (Cedefop) und die im Rahmen des Kopenhagen-Prozess von der Kommission eingerichtete Arbeitsgruppe „Transparenz“ haben den Prototyp eines elektronischen EUROPASS bereits vorgestellt. Im Laufe des Jahres soll er weiterentwickelt und fertiggestellt werden.
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