09.06.2004
Brüssel (09.06.04) - Europas Verkehrswege müssen auch in Zukunft mit dem schnell wachsenden Personen- und Güterverkehr mithalten können. Zudem wollen Europas Verkehrsminister die Anbindung der erweiterten Union an ihre neuen Nachbarländer verbessern. Das sind die Leitsätze des Ministertreffens über den „Verkehr in einem erweiterten Europa“ im spanischen Santiago de Compostela. Erst kürzlich hatte die EU ihre Leitlinien für den Aufbau eines transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) beschlossen. Darin enthalten sind 30 vorrangige Projekte entlang der transeuropäischen Hauptverkehrsachsen. In den kommenden Jahren wird demnach die Verbesserung der Verkehrsverbindungen zwischen der erweiterten EU und ihren neuen östlichen und südlichen Nachbarn besondere Bedeutung haben. Ab jetzt verhandeln Experten über vorrangige Projekte beim Ausbau der europäischen Hauptachsen und der neuen Hochgeschwindigkeitsseewege. Schwerpunkte der Aufmerksamkeit sind Russland und die ehemaligen GUS-Staaten, der Balkan und die Türkei. Für den Mittelmeerraum wurde ein Projekt zur Schaffung eines Verkehrsnetzes Europa-Mittelmeer, nicht zuletzt duch Hochgeschwindigkeitsverbindungen per Schiff, auf den Weg gebracht. Daneben sollen auch die ökologische Nachhaltigkeit und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Verkehrsträgern diskutiert werden.Aktuellen Prognosen zufolge wird sich der Verkehr zwischen der EU und ihren Nachbarstaaten bis 2020 verdoppeln. Die bestehenden Verbindungen werden deshalb nachhaltig ausgebaut werden müssen.
Quelle: Newsletter der EU-Kommission
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