Seminar "Kooperation, Konfliktvermeidung und innovative Konfliktlösung am Bau"

09.06.2005

Stockdorf (09.06.05) - „Der Bauvertrag als Kriegserklärung“, so die sicherlich sehr überspitzte Beschreibung des derzeitigen Verhältnisses zwischen Bauherr und Bauunternehmen. Im Kern wird damit aber zum Ausdruck gebracht, dass die Abwicklung von Bauvorhaben zwischen den Bauvertragsparteien allzu häufig mit erheblichen Meinungsverschiedenheiten und Auseinandersetzungen behaftet ist, was dann unweigerlich in langwierigen, kostenintensiven Gerichtsverfahren endet. Vor diesem Hintergrund wird vielfach geäußert, dass es so nicht mehr weiter gehen könne. Zunehmend wird die Forderung erhoben, dass es im Baubereich einer neuen Vertragskultur bedürfe. Diskussionsvorschläge und diverse Initiativen reichen von unterschiedlichsten Streitschlichtungsmodellen bei Baustreitigkeiten bis hin zu neuen partnerschaftlichen Vertragskonzepten, die bereits die Entstehung von Baustreitigkeiten weitgehend zu verhindern versuchen. In Zusammenarbeit mit den Bayerischen Baugewerbeverbänden will der Bayerische Bauindustrieverband in einem Halbtagesseminar diese aktuelle Thematik unter verschiedenen Gesichtspunkten beleuchten und Anregungen sowie Hilfestellungen für die Baupraxis geben. Schwerpunktmäßig sollen vor allem folgende Fragestellungen und Probleme behandelt werden:

- Warum wird am Bau so viel gestritten?
- Wie kann man Baustreitigkeiten von Anfang an vermeiden?
- Wie kann man auftretende Baustreitigkeiten durch vernünftiges Verhandeln „kanalisieren“?
- Welche Möglichkeiten gibt es, aufgetretene Baustreitigkeiten ohne staatliches Gericht einer
Klärung zuzuführen?
- Warum sind die Erfolgsaussichten bei einer Mediation so hoch, vorhandene Streitigkeiten zu
lösen?
- Welche innere Einstellung zur Kooperation und innovativen Konfliktlösung müssen die Vertragsparteien
mitbringen?
- Ist das BBIV-Konzept für eine „Baubegleitende Einigungsstelle“ ein zukunftsorientiertes Modell
innovativer Konfliktlösung?

Für diese Veranstaltung wurden drei kompetente Referenten gewonnen:
RA Dr. Dieter Kainz, Lehrbeauftragter der FH München, Schiedsrichter (SO Bau), Juristischer Sachverständiger (SGO Bau), Wirtschaftsmediator (IHK); Dipl.-Ing. Hannes Brochier, Wirtschaftsmediator, Consultant; Dipl.-Soz.-Päd. (FH) Norbert Fackler, Mediator, Lehrtrainer (BMWA), Systemischer Coach.

Seitens des Bayerischen Bauindustrieverbandes wird RA Dr. Detlef Lupp die thematische Einführung
sowie die Vorstellung des Konzepts „Baubegleitende Einigungsstelle“ übernehmen.
Ihre Anmeldung richten Sie bitte bis zum 12. Juli 2005 an das BauindustrieZentrum Stockdorf.

Download Programm (pdf)

Download Anmeldeformular (pdf)

www.bauindustrie-bayern.de

 

 

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