79% der 342 000 Existenzgründer beschäftigen im Gründungsjahr keine Mitarbeiter.
Wiesbaden - 29.03.2006
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, arbeiten Existenzgründer im ersten Jahr ihrer Gründung überwiegend allein. Dazu zählten im März 2004 in Deutschland 79% der 342 000 Gründerpersonen. Weitere 16% der Existenzgründer arbeiteten im ersten Gründungsjahr mit bis zu vier Beschäftigten und 5% entlohnten fünf und mehr Arbeitskräfte. Im April 1996 lag der Anteil der selbstständigen Existenzgründerinnen und –gründer, die alleine arbeiteten, noch 9 Prozentpunkte niedriger, während 23% der Gründerpersonen bis zu vier und 7% noch fünf und mehr Arbeitskräfte beschäftigten. Der gestiegene Anteil der allein arbeitenden Gründerinnen und Gründer dürfte unter anderem mit dem am 1. Januar 2003 eingeführten Existenzgründungszuschuss für Ich-AGs zusammenhängen.
Die Ergebnisse stammen aus dem Bericht zu dem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Existenzgründungsprojekt. Der Bericht wurde vom Statistischen Bundesamt in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Haushalts- und Konsumökonomik der Universität Bonn erstellt. Datenbasis ist der Mikrozensus – die größte amtliche Haushaltsbefragung in Europa.
Haben die Selbstständigen am Markt Fuß gefasst (mehr als 12 Monate selbstständig), treten sie deutlich häufiger als Arbeitgeber auf. So beschäftigten im März 2004 17% der rund 3,2 Millionen etablierten Selbstständigen fünf und mehr Arbeitskräfte. Nahezu ein Drittel (31%) hatte bis zu vier Beschäftigte angestellt. Im Gegensatz zu den Gründerpersonen stufte sich lediglich die Hälfte (52%) der seit mehr als einem Jahr selbstständig Erwerbstätigen als alleinschaffend ein.
Den aktuellen Existenzgründungsbericht 2004 finden Sie hier:
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