Lebendige Wohnquartiere in Bayern

01.12.2004

München (01.12.04) - Die Oberste Baubehörde hat vor einem Jahr jeweils ein Wohnquartier in Augsburg, Bayreuth, Dachau, Deggendorf, Neu-Ulm, Nürnberg, Regensburg und Schweinfurt in das bayerische Modellvorhaben „Lebendige Wohnquartiere für Jung und Alt“ aufgenommen. „Das Modellvorhaben ist ein Fitnessprogramm für noch intakte kleinere Quartiere, die aber bereits Defizite in der Bausubstanz der Gebäude und im Wohnumfeld aufweisen. Ich freue mich, dass das Modellvorhaben nun Gestalt annimmt und jetzt Planungsvorschläge zur Aufwertung des ausgewählten Wohnquartiers in Nürnberg vorliegen“, betonte Innenminister Dr. Günther Beckstein anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse des Plangutachtens Oskar-von-Miller-Straße in Nürnberg am 29. November 2004. Ziel des Programms ist es, die noch stabilen Bewohnerstrukturen durch bauliche und belegungsrechtliche Maßnahmen zu erhalten und zu stärken. Dafür stellt der Freistaat Bayern 3 Millionen Euro aus Mitteln des Experimentellen Wohnungsbaus bereit. Das Programm soll bis zum Jahr 2007 laufen.

Eine Vernachlässigung des Wohnungsbestandes kann sich nachteilig auf die Struktur seiner Bewohner auswirken und soziale Spannungen verursachen. Als Präventionsprogramm für noch intakte, kleinere Quartiere hat die Oberste Baubehörde im Rahmen ihrer Initiative „Zukunft des Wohnungsbaus“ im Oktober letzten Jahres das Modellvorhaben „Lebendige Wohnquartiere für Jung und Alt“ ins Leben gerufen. Ziel ist, Lösungen nicht nur für einzelne Gebäude, sondern für zusammenhängende kleinere Quartiere zu finden, die den Gemeinden und den Wohnungsunternehmen kostengünstige und dauerhafte Wege für wirtschaftlich tragfähige, attraktive und lebendige Wohnquartiere aufzeigen. „Das Modellvorhaben hat hohen präventiven Charakter. Wir versuchen Tendenzen zu einer Verwahrlosung bereits im Keim zu ersticken“, so Beckstein. Die an den acht Standorten entwickelten Lösungsansätze sollen beispielgebend für künftige Umbau-, Werterhaltungs- und Präventionsstrategien sein.

Das technische Spektrum der Maßnahmen reicht dabei von der Verbesserung der Wohnqualität durch Änderung der Grundrisszuschnitte, durch Anbau von Terrassen und Balkone, dem Einbau energiesparender Haustechnik, der Neukonzeption von Hauszugängen und Freiflächen bis hin zum Bau von Gemeinschaftseinrichtungen. Im Rahmen der Sozialen Wohnraumförderung soll auf eine größere soziale Ausgewogenheit der Bewohnerstrukturen hingewirkt werden. Näheres zu dem Modellvorhaben „Lebendige Wohnquartiere für Jung und Alt“ ist im Internet unter http://www.stmi.bayern.de/bauen/wohnungswesen/ abrufbar.

http://www.stmi.bayern.de/bauen/wohnungswesen/

 

 

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