Gebäudesanierung: Impulse für die Bauwirtschaft und Balsam für die Umwelt

Ab sofort: Verbesserte Programme zur Wohnraummodernisierung

 

Berlin   -  03.04.2006

Laut Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel wird das neue Gebäudesanierungsprogramm nicht nur der Bauwirtschaft neue Impulse geben, sondern auch dem einzelnen Bürger deutlich machen, welchen Beitrag er zur verbesserten Effizienz bei der Energieversorgung leisten kann.

Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW-Förderbank zielt mit einem Darlehensvolumen von

rund 5,6 Milliarden Euro direkt auf Arbeitsmarkt und Klimaschutz. Der Bund stellt hierfür von 2006 bis 2009 jährlich 1,4 Milliarden Euro für Zinsverbilligung und Teilschulderlasse zur Verfügung. Es ist am 1. Februar gestartet. Bereits jetzt fließen 200 Millionen Euro Restmittel in das Programm ein.

Bundesbauminister Tiefensee sagt, das Gebäudeprogramm habe eine klassische Initiatorenfunktion: durch niedrigere Zinsen auf Kredite und Zuschüsse vom Bund sollen private Folgeinvestitionen von größerem Umfang ausgelöst werden.

Zudem haben Bundesregierung und KfW-Förderbank zum 1. Februar 2006 die Förderinitiative "Wohnen, Umwelt, Wachstum" gestartet. Die Initiative zielt darauf ab, das Gebäudesanierungsprogramm sowie die Programme "Wohnraum Modernisieren" und "Ökologisch Bauen" zu verbessern. 

In den Programmen "CO2-Gebäudesanierung", "Wohnraum Modernisieren" und "Ökologisch Bauen" sind die Zinssätze deutlich gesenkt worden. Außerdem ist zum 1. Februar 2006 der Förderhöchstbetrag pro Wohnung einheitlich auf 50.000 Euro angehoben worden. Dadurch ist bei energetischen Sanierungsmaßnahmen nun in der Regel eine Vollfinanzierung aus Förderkrediten möglich. Bisher galt im CO2-Gebäudesanierungsprogramm ein Förderhöchstbetrag von 250 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Jetzt oder nie

Die deutlich verbesserten Förderbedingungen der drei oben genannten KfW-Programme geben Anreize, jetzt bundesweit Modernisierungs- und Sanierungsinvestitionen zu tätigen.

"Bei Zinssätzen von derzeit nominal einem Prozent im CO2-Gebäudesanierungsprogramm und nominal zwei Prozent im Programm 'Wohnraum Modernisieren Öko-Plus' sollte niemand zögern, die Maßnahmen anzupacken." Das sagte Ingrid Matthäus-Maier, Mitglied des Vorstands der KfW-Bankengruppe.

"Dabei 'belohnen' Bundesregierung und KfW-Förderbank diejenigen, die etwas für die Umwelt tun. Denn es gilt folgende Devise: 'je energiesparender die Maßnahme, desto günstiger der Zinssatz', so Matthäus-Maier weiter. Auch Tiefensee riet den Betroffenen, die Förderung möglichst schnell zu beantragen.

Daüber hinaus sollen im Sommer Kredite an die Kommunen zur Verfügung gestellt werden. Damit sollen sie Schulen und Kindergärten sanieren. Auch selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer sollen Zuschüsse erhalten.  

CO2-Gebäudesanierungsprogramm stößt bei Hausbesitzern auf großes Interesse

Der Weg zum KfW-Kredit führt für private Bauherren im Normalfall über die jeweilige Hausbank. Die Beraterinnen und Berater im Infocenter der KfW-Förderbank sind unter der Servicenummer 01801 335577 zum Ortstarif zu erreichen: Montags bis freitags von 7.30 Uhr bis 18.30 Uhr.

Ein KfW-Sprecher bestätigte: Die Zahl der Anfragen habe sich seit Februar vervierfacht.

Handwerk rechnet mit Trendwende

Auch das Handwerk rechnet mit einer Trendwende in diesem Jahr. Nach einem Umsatzrückgang von zwei Prozent im vergangenen Jahr hofft die Branche nun auf ein Plus bei den Umsätzen. Das sagte der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hanns-Eberhard Schleyer, am 10. März 2006 in München.

Von der positiven Wirkung der Investitionen ist auch der Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima, Gebäude- und Energietechnik (ZSHK) überzeugt. Die Bundesregierung setze mit ihren Anreizen zur Gebäudesanierung und Energieeinsparung ein wichtiges Signal zur richtigen Zeit, sagte Bruno Schliefke, Präsident des ZSHK. Die Anreize für Hausbesitzer seien nun ausreichend, um die notwendigen Modernisierungsinvestitionen anzustoßen.

 

 

 

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