Antragsflut übertrifft alle Erwartungen
Berlin - 04.04.2009
Der Bedarf für die Unterstützung beim Erhalt der Welterbestätten ist groß.
Nach Angaben des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung endete vergangene Woche die Frist, Förderung vom Bund zu beantragen. Aus allen 33 Welterbestätten in Deutschland seien Anträge im Bundesbauministerium eingegangen, insgesamt über 250 einzelne Projekte. Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee habe deshalb über die bisher für das Programm veranschlagten 150 Millionen Euro hinaus noch einmal jeweils 100 Millionen in den Haushalten 2010 und 2011 beantragt.
Das Spektrum der beantragten Förderprojekte reiche von Sanierungsmaßnahmen über Neu- und Erweiterungsbauten für Museen und Dokumentationszentren, Wegeleitsysteme bis hin zu Konzepten, die Welterbestätten mit der Entwicklung der Stadt, des Tourismus oder des Verkehrs in Einklang zu bringen.
Eisleben möchte das Museumsquartier samt Umfeld aufwerten. Die Wartburg soll saniert werden. In Weimar sollen die Bauhausstätten saniert und ein stadtweites Informations- und Leitsystem für Besucher entwickelt werden, zudem ist ein denkmalpflegerisches Konzept für den Alten Friedhof geplant. In Aachen sollen am Dom die Besucherströme besser gelenkt werden. Stralsund will die Altstadt aufwerten. In Würzburg soll die städtebauliche Situation einschließlich der Verkehrsplanung rund um die Residenz optimiert werden. Bad Muskau plant ein Parkhaus für die Besucher rund um den Fürst-Pückler-Park. Quedlinburg braucht Geld, um den Schlossberg, die Stiftskirche und das Schloss zu sichern.
Wie es in der Pressemitteiung weiter heißt, werden die Anträge nun gesichtet und dann durch ein unabhängiges Expertengremium bewertet. Im Mai werde die Empfehlung der Experten vorliegen, die ersten ausgewählten Projekte könnten dann ab Juni starten. Tiefensee: "Wir entscheiden nach Dringlichkeit und Qualität der Vorschläge. Wichtig ist auch, dass geplante Investitionen rasch umgesetzt werden können, damit Arbeitsplätze im Handwerk und den Unternehmen vor Ort gesichert werden". Das Bundesbauministerium stellt mit dem Programm 2009 - 2013 insgesamt 150 Millionen Euro zur Förderung der Welterbestätten in Deutschland bereit.
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