Der Bayerische Bauindustrieverband hat sich gegen Investitionskürzungen bei der Städtebauförderung ausgesprochen.
München - 16.08.2010
Die ab 2011 geplante Halbierung der Städtebauförderung des Bundes sieht Gerhard Hess, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Bauindustrieverbandes, als verfehlt an. Hess: „Das ist kein „Sparen“ – sondern letztlich das Gegenteil davon: Es werden Chancen nicht genutzt, es drohen Folgeschäden und vor allem leidet darunter der Ländliche Raum“.
Als Teil ihres Sparpakets plant die Bundesregierung, die Mittel für Städtebauförderung von derzeit 605 Mio. Euro ab 2011 auf 305 Mio. Euro zu kürzen. „Besonders schlecht ist das für den Ländlichen Raum“, so Hess. „Denn neben einer hochleistungsfähi-gen Verkehrsinfrastruktur braucht gerade der Ländliche Raum attraktive Innenstädte“. Dazu gehören für Hess neben dem Erhalt und der Sanierung attraktiver Altbauten auch innovative Baumethoden wie sie die bayerische Bauindustrie anbieten kann.
„Wenn wir den fließenden und den fahrenden Verkehr ver-mehrt in den Untergrund bringen durch den Bau von Tiefgaragen und Tunnels, können wir oben - in bester Innenstadtlage - attraktive urbane Räume schaffen“ so Hess. „Die Bundesregierung muss Inves-titionen Vorrang geben. Richtig sparen soll sie dagegen beim Konsum.“
Dass jetzt bayerische Oppositionspolitiker sich ebenfalls über die drohende Absenkung der Städtebau-mittel beklagen, versteht Hess überhaupt nicht: „Wer zuvor für mehr Konsumausgaben gestimmt hat, ist für mich nicht glaubwürdig, wenn er jetzt sinkende Investitionsausgaben beklagt.“
Hess abschließend: „Die bayerische Bauindustrie kann mit Hightech-Lösungen mit dazu beitragen, un-sere Innenstädte und die ländlichen Räume Bayerns attraktiver zu machen. Dieses Potential darf nicht ungenutzt bleiben.
Quelle: Bayerischer Bauindustrieverband
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