Bayerischer Bauindustrieverband

Fördert neues „TUM Center of Digital Methods for the Built Environment"

 

München   -  17.07.2013

Um die Forschungskompetenz auf dem Gebiet der digitalen Modellierung der bebauten Umwelt zu stärken, hat die TU München das „TUM Center of Digital Methods for the Built Environment“ gegründet. Der Bayerische Bauindustrieverband ist Fördermitglied des Zentrums, dessen Kernaufgabe es ist innovative, computerbasierte Methoden für die Lebenszyklusbetrachtung von Bauwerken zu entwickeln. Das Center wurde am 11. Juli feierlich eingeweiht und trägt den Namen des TUM Ehrensenators Leonhard Obermeyer.

Bauen der Zukunft: modellgestützt und computerbasiert
Bereits heute können Bauwerke nicht ohne eine leistungsfähige Software geplant, gebaut und betrieben werden. Aufbauend auf CAD-gestützten Anwendungen weist der Trend immer stärker
auf die Methode des Building Information Modeling (BIM), mit dem Bauprozesse virtuell durchgespielt
und optimiert werden können. Besonders im Planungsprozess, für die Prognostik über Sicherheit,
Energiebedarf und Wirtschaftlichkeit, aber auch zur Simulation von Bauvorhaben bietet BIM ein umfassendes digitales Verfahren. Neue Ansätze gehen noch weiter und intendieren beispielsweise
die Verknüpfung von BIM mit Geoinformationssystemen (GIS). Im neuen „TUM Center of Digital Methods for the Built Environment“ werden derartige interdisziplinäre Forschungsaktivitäten
künftig gebündelt.

„Leonhard Obermeyer Center“ als Think Tank für Politik und Bauwirtschaft
Fünf Lehrstühle der TU München haben sich hierzu nach dem Vorbild der „Center for Integrated
Facilities Engineering“ der Stanford-Universität (USA) und des „Digital Building Lab“ der Georgia
Tech (USA) zusammengeschlossen. International einzigartig ist dabei die enge Einbindung und
Kooperation mit der Industrie. Das neue TUM Center fungiert gleichermaßen als Think Tank für
strategische Fragen der digitalen Modellierung der bebauten Umwelt. Ziel des Verbundes von
Forschung und Praxis ist es marktgängige digitale Verfahren auf den Weg zu bringen, die in der
Bauwirtschaft adaptiert werden.

Gerhard Hess: „Die wissenschaftliche Tätigkeit der TU München findet heute in engem partnerschaftlichem Austausch mit Wirtschaft und Gesellschaft statt. Wegweisende digitale Lösungen und Methoden über die Grenzen eines Forschungsfeldes hinaus zu ermitteln und sie für die reale Umsetzung durch die Bauindustrie auszustatten, diesen Ansatz wollen wir im neuen TUM Center
„Leonhard Obermeyer“ unterstützen“, so der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Bauindustrieverbandes.

Das Center trägt den Namen „Leonhard Obermeyer“ zu Ehren von Dr.-Ing. Dr.-Ing. h.c. Leonhard Obermeyer, Ehrensenator der TUM. Als Absolvent des Bauingenieurwesens der TUM engagierte sich Obermeyer zeitlebens für seine Alma Mater. 1958 gründete er das Planungs- und Beratungs-unternehmen OBERMEYER Planen + Beraten GmbH. Ingenieurkunst, Unternehmergeist und das Streben nach lebenslanger Weiterbildung verband Leonhard Obermeyer in vorbildlicher Weise. Ende 2011 war er im Alter von 87 Jahren verstorben.

Am 11. Juli 2013 weihte die TU München das „TUM Center of Digital Methods for the Built Envi-ronment“ ein. Beteiligt sind die Lehrstühle Computergestützte Modellierung und Simulation, Prof. André Borrmann, Computation in Engineering, Prof. Ernst Rank, Geoinformatik, Prof. Thomas H. Kolbe, Architekturinformatik, Prof. Frank Petzold und Photogrammetrie und Fernerkundung, Prof. Uwe Stilla. Zusammen mit TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann unterzeichnete Frau Gert-rud Obermeyer bei der Eröffnungsfeier die Gründungsurkunde des Centers.

TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann: „Aus der Idee müssen wir gemeinsam einen Erfolg machen. Denn das sind wir Leonhard Obermeyer schuldig.“

(Quelle: Bayerischer Bauindustrieverband e.V.)

 

 

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