10.02.2004
Die Europäische Kommission fordert die Abschaffung von „unberechtigten Wettbewerbseinschränkungen“ im Bereich der freien Berufe. Die EU-Mitgliedstaaten, Angehörige der freien Berufe und deren Regulierungsbehörden sollen Hindernisse wie Preisfestlegungen beseitigen oder umgestalten, um für mehr Wettbewerb zu sorgen. Verbraucher könnten so in den Genuss billigerer und effektiverer Dienstleistungen kommen. Außerdem würde die EU insgesamt somit konkurrenzfähiger werden, sagte Mario Monti, der für Wettbewerb zuständige EU-Kommissar.
Nur wenn es im öffentlichen Interesse liegt, sollen einzelne Einschränkungen weiter bestehen bleiben.Dienste im Bereich der freien Berufe in der EU unterliegen immer noch weitläufigen wettbewerbseinschränkenden Hindernissen, befand ein heute angenommener Bericht der Kommission. So gibt es in Deutschland und Italien für die Dienste von Architekten, Rechtanwälten und Ingenieuren Minimalpreise, die oft mit Maximalpreisen kombiniert sind. Außerdem ist es in einer Reihe von EU-Mitgliedstaaten den freien Berufen verboten, für ihre Arbeit zu werben. Leidtragende sind neben dem freien Wettbewerb und den betroffenen Unternehmern oft die Verbraucher. Für sie wird die Suche nach erwünschten Serviceleistungen dadurch teurer und schwieriger.Nach Ansicht der Kommission sollen die Hindernisse für den Wettbewerb auf nationaler Ebene bewältigt werden. Dies entspreche dem Subsidiaritätsprinzip und der Verordnung über die dezentralisierte Durchsetzung der EU Wettbewerbsregeln, die am 1. Mai 2004 gültig wird.
Quelle: Pressestelle der EU-Kommission
Ausführliche Pressemitteilung der EU
Bayerische
Ingenieurekammer-Bau
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Schloßschmidstraße 3
80639 München
Telefon 089 419434-0
info@bayika.de