VBI und VUBIC: Freigabe der Mittel für Verkehrsinfrastruktur reicht nicht aus

09.03.2004

Berlin (09.03.04) - Auch nach der Freigabe der gesperrten Haushaltsmittel durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages sind Tausende von hoch qualifizierten Arbeitsplätzen in deutschen Ingenieurbüros weiterhin gefährdet. Darauf haben VBI (Verband Beratender Ingenieure) und VUBIC (Verband Unabhängig Beratender Ingenieure und Consultants) hingewiesen. Zahlreiche Verkehrsprojekte seien nach Erkenntnissen der Planer nach wie vor nicht gesichert. Die jetzt freigegebene eine Mrd. Euro sichere lediglich die Umsetzung der bereits in Ausführung befindlichen Projekte, so die Verbände in einer Pressemitteilung. Die darüber hinaus dringend erforderlichen langfristigen Planungen für den künftigen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland lägen hingegen weiterhin auf Eis.

Allein der von der Deutschen Bahn AG Ende vergangenen Jahres angekündigte Planungs- und Investitionsstopp führe nach einer Umfrage unter den betroffenen Büros zu Umsatzeinbußen von durchschnittlich 30 %, in Einzelfällen bis zu 98 %. Einige Büros müssten bereits Kurzarbeit anordnen. Massive Personalentlassungen und eine Welle von Büroinsolvenzen seien zu befürchten, so VBI und VUBIC. Die deutschen Verkehrsplaner fordern daher Kontinuität und Verlässlichkeit in der Verkehrspolitik und damit auch in der Verkehrsplanung ein – nur mit stabilen Rahmenbedingungen sei es den Ingenieurbüros weiterhin möglich, an der Umsetzung der im Bundesverkehrswegeplan festgehaltenen Ziele mitzuwirken. Hinsichtlich künftiger Verkehrsströme in Folge der EU-Osterweiterung seien erhebliche Anstrengungen erforderlich. Gefordert seien nicht kurzfristige Maßnahmen, sondern eine vorausschauende langfristige Planung und der Einsatz entsprechender finanzieller Mittel.

Die derzeitige Politik gefährdet nach Ansicht der beiden Ingenieurverbände den Standort Deutschland. Es sei zu befürchten, dass das Know-how im Bereich der Verkehrsplanung unwiederbringlich verloren geht – Wissen, das zur Bewältigung der Entwicklung der Verkehrsströme dringend benötigt werde.

Quelle: VBI

 

 

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