Verzögerungen beim S-Bahn-Bau im München

16.08.2004

München (16.08.04) - Die S-Bahn München kann den 10-Minuten-Takt zwischen Maisach und Zorneding und von Germering nach Deisenhofen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2004 nicht in der geplanten Qualität anbieten. Übergangsweise für etwa ein Jahr sind Korrekturen am Linien- und Fahrplankonzept nötig.
Grund ist eine fehlerhafte Abstimmung der Bauarbeiten am Haltepunkt Unterföhring. Bahn und Gemeinde Unterföhring können sich nicht über die richtige Technik für optimalen Erschütterungsschutz der Tunneltrasse im Gemeindegebiet einigen. Bis zur Entscheidung, ob Unterschottermatten oder ein Masse-Feder-System einzubauen sind, hat das Landgericht München einen Baustop verhängt.
Der Doppelspurabschnitt im Tunnel des Haltepunktes Unterföhring aber ist unabdingbar für die Einführung des 10-Minuten-Taktes in der geplanten Neuordnung der S-Bahnen. Unterföhring wird als Kreuzungspunkt für die fahrplangerechte Einfädelung der S 8 in die Stammstrecke am Ostbahnhof und die Eintaktung der S 1 am Flughafen benötigt.
Jetzt müssen Linien- und Fahrplankonzept umgestaltet werden. "Das kann aber immer nur die zweitbeste Lösung sein", kritisiert Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu. Besonders ärgerlich ist, dass bei S 1 und S 8 ab Flughafen statt im annähernd 10-Minuten-Intervall die Züge im Abstand von 5 zu 15 Minuten verkehren werden. Auch Fahrzeitverlängerungen können nicht vermieden werden.
Eine weitere Unsicherheit für den 10-Minuten-Takt kann sich bei einer Störung auf der Stammstrecke ergeben. Hierfür hat die Bahn versprochen, rechtzeitig zum Fahrplanwechsel am Heimeranplatz entsprechende Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Nur so ist eine stabile Ableitung der westlichen S-Bahnen möglich. Auch damit ist die Bahn in Verzug.
Es liegt in den Händen der Bahn, den vom Freistaat bestellten Verkehr trotz dieser Unzulänglichkeiten in ausreichender Qualität zu gewährleisten.
Wiesheu: "Als Besteller der S-Bahn-Verkehrsleistungen behält sich der Freistaat finanzielle Konsequenzen vor. Schließlich hat die Bahn lange vorher zugesagt, rechtzeitig zum Fahrplanwechsel Dezember 2004 eine stabile Infrastruktur für den 10-Minuten-Takt zur Verfügung zu stellen. Es ist ihre Sache, Verwirrung und Ärger für die Fahrgäste abzuwehren."


Quelle: STMWIVT

 

 

[ zurück zur Übersicht ]

Bayerische
Ingenieurekammer-Bau

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Schloßschmidstraße 3
80639 München
Telefon 089 419434-0
info@bayika.de

Planer- und Ingenieursuche
Partner Mittelstandspakt Bayern

Partner Klima-Allianz Bayern