S-Bahn München: Nutzen-Kosten-Untersuchung bei S 7-Verlängerung beendet

20.09.2004

München (20.09.04) - Die Nutzen-Kosten-Untersuchung für die Verlängerung der S 7 von Wolfratshausen nach Geretsried liegt vor. Demnach sind beide möglichen Streckenvarianten volkswirtschaftlich sinnvoll. Bayerns Verkehrsminister Otto Wiesheu zeigte sich erfreut und bestätigt. "Wir wollen die Verlängerung. Der S-Bahn-Anschluss von Geretsried ist verkehrswirtschaftlich sehr wünschenswert", betonte der Minister. Er wies darauf hin, dass mit dem positiven Nutzen-Kosten-Verhältnis die Verlängerung der S 7 grundsätzlich in das S-Bahn-Förderprogramm des Bundes aufgenommen und Fördermittel aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz-Topf des Bundes eingesetzt werden können. Der Minister erklärte, dass Bayern hierüber in nächster Zeit Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium führen werde. Außerdem kündigte er an, dass den betroffenen Kommunen kommende Woche die Untersuchung detailliert im Ministerium vorgestellt werde.

Die Nutzen-Kosten-Untersuchung hat bei der S 7-Verlängerung zu folgenden Ergebnissen geführt:

- Die Geltinger Trasse mit einem Haltepunkt direkt über der B 11a weist bei geschätzten Infrastrukturkosten in Höhe von rund 84 Millionen Euro mit 1,3 den günstigsten Nutzen-Kosten-Indikator auf.
- Die Waldramer Trasse - westlich der B 11 - erzielt bei geschätzten Infrastrukturaufwendungen von rund 95 Millionen Euro einen Nutzen-Kosten-Indikator von 1,26.

Minister Wiesheu erklärte, dass als nächstes die beiden Trassen zur Vorbereitung des erforderlichen Planfeststellungsverfahrens noch näher konkretisiert werden sollen. Ziel sei dann, eine gemeinsame Trassenfestlegung mit dem Bund zusammen mit den betroffenen Kommunen zu erreichen.

Bei einer Nutzen-Kosten-Untersuchung wird bei Schieneninfrastrukturprojekten berechnet, in welchem Verhältnis der volkswirtschaftliche Nutzen der Maßnahme zu den zu erwartenden Kosten steht. Nur wenn der Nutzen die Kosten übersteigt, also der Faktor größer als eins ist, kann das Projekt in das Förderprogramm des Bundes aufgenommen werden.

Quelle: STMWIVT

 

 

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