Keine größere Mautflucht von Autobahnen auf Bundesstraßen zu registrieren

04.03.2005

München (04.03.05) - Seit Einführung der Maut für schwere Lkw auf Bundesautobahnen zum 01.01.2005 hat die bayerische Straßenbauverwaltung tendenziell keine generellen größeren Verlagerungen des Lkw-Verkehrs von den Bundesautobahnen auf das nachgeordnete Straßennetz festgestellt. "Auf einzelnen Bundesstraßen sind aber sehr wohl gravierende Steigerungen des Lkw-Verkehrs zu verzeichnen", berichtet Innenminister Dr. Günther Beckstein, nachdem erste Auswertungen von automatischen Dauerzählstellen an den Bundesstraßen in Bayern vorliegen. Aufgrund des kurzen Beobachtungszeitraums und dem noch einige Zeit andauernden Austesten der wirtschaftlichsten Routenwahl durch das Transportgewerbe kann sich die dauerhaft einstellende Lkw-Verlagerung noch spürbar ändern. "Um dies zeitnah festzustellen, führen wir die Messungen und Vergleiche weiter fort. Sobald sich der Ausweichverkehr einpegelt, erwarte ich vom Bund, dass er hier zum Wohle der Bürger schnell handelt und die im Autobahnmautgesetz gegebene Möglichkeit auch umgehend nutzt, die Mautpflicht für Lkw auf diese Bundesstraßen auszudehnen", fordert Beckstein.

Betroffen vom Ausweichverkehr sind insbesondere gut ausgebaute, zu Bundesautobahnen parallel laufende Bundesstraßen wie die B 8 Würzburg – Nürnberg – Regensburg – Passau und großräumige Querverbindungen wie die B 2 Nürnberg – Augsburg. Das im bayerischen Straßennetz vorhandene System von automatischen Dauerzählstellen umfasst insgesamt 160 Zählstellen an Bundesautobahnen und 101 Zählstellen an Bundesstraßen. Diese erlauben für die zugehörigen Streckenabschnitte einen Vergleich des jeweiligen Verkehrsaufkommens mit demjenigen im entsprechenden Vorjahreszeitraum, der kurzfristig tendenzielle Aussagen zu aufgetretenen Verlagerungseffekten ermöglicht. Mit Abschluss des Monats Januar hat die Straßenbauverwaltung in einer Zwischenbilanz Vergleiche der ersten drei "Normalwochen" 2004 (Montag, 12.01. bis Sonntag, 01.02.2004) und 2005 (Montag, 10.01.2005 bis Sonntag, 30. Januar 2005) für auffällige Strecken erstellt.

Quelle: STMI

 

 

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