Schmid: "Weiterbau der Flughafentangente Ost als Public-Private-Partnership-Testprojekt"

12.05.2005

München (12.05.05) - "Der Freistaat Bayern setzt alles daran, die Anbindung des Münchner Flughafens zu verbessern. Damit wir die Flughafentangente Ost rasch weiter bauen können, vergeben wir den nächsten Abschnitt als Public Private Partnership (PPP) Testprojekt", informiert Innenstaatssekretär Georg Schmid anlässlich einer Verkehrskonferenz am 12. Mai 2005 in Garching. Bei diesem Modell überträgt der Freistaat einem privaten Unternehmer nicht nur den Bau der Straße, sondern der Unternehmer muss auch 25 Jahre lang die Straße baulich erhalten.

Für den 3,5 Kilometer langen Abschnitt der Flughafentangente Ost östlich von Neuching läuft derzeit die so genannte Präqualifikation. Dabei können sich die Interessenten beim Straßenbauamt München für den Auftrag bewerben. Das Straßenbauamt fordert dann die geeigneten Firmen zur Abgabe eines Angebotes auf. "Wir erwarten uns von diesem PPP-Modell Einsparungen in einer Größenordnung von 10 %. Die funktionale Ausschreibung und die lange Laufzeit sollen das Innovationspotential der Baufirmen wecken", erläutert Schmid das Prinzip des Testprojekts. Das Straßenbauamt München wird den Auftrag im Herbst diesen Jahres erteilen, so dass die Bauarbeiten Anfang 2006 beginnen können. Im Zusammenhang mit der Verbesserung der Erschließung des Flughafens appellierte Schmid an den Bund, nach der WM 2006 die Mittel für den Umbau des Autobahnkreuzes Neufahrn zur Verfügung zu stellen. Eine direkte Verbindung von der A 92 zur A 9, ein so genannter Overfly, soll den Verkehr vom Flughafen nach München zügiger und staufrei abwickeln.

"Auch bei der Anbindung der Messestadt Riem als weiteren Verkehrsmagneten sehe ich noch Verbesserungsbedarf. Zwar hat sich seit dem Verkehrschaos bei der BAUMA 1998 die Situation bei Großmessen entspannt, was ich auf Verbesserungen im Straßennetz und auf ein besseres Parkraummanagement im Messegelände selbst zurück führe. Dennoch appelliere ich an die Landeshauptstadt München, die Anbindung der Messe nicht allein der überlasteten A 94 zu überlassen, sondern auch eine Südanbindung zu planen", betonte Schmid.

Quelle: STMI

 

 

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