16.06.2005
Zum weiteren Ausbau der Eisenbahnstrecke Ludwigshafen-Saarbrücken haben Bund und Deutsche Bahn AG am Mittwoch (15. Juni 2005) die Finanzierungsvereinbarung abgeschlossen. Der Streckenabschnitt ist Teil der internationalen Hochgeschwindigkeitsverbindung Paris-Ostfrankreich-Süddeutschland (POS Nord). Von den Gesamtinvestitionen von knapp 160 Millionen Euro stellt der Bund nach Angaben des Ministeriums ca. 153 Millionen Euro zur Verfügung. Damit würden bis 2007 weitere Streckenabschnitte für Tempo 200 ertüchtigt sowie das europäisch genormte Leit-und Sicherungssystem ETCS eingebaut.
Die POS Nord sei damit die erste Eisenbahnstrecke in Deutschland, auf der dieses hochmoderne System die Steuerung des Zugverkehrs übernommen wird, so das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen in Berlin.
Das bisher verwendete Kupferkabel im Gleis wird durch den Einsatz eines Funksystems nach dem GSM-R-Standard abgelöst. Damit werden ab 2007 deutsche ICE 3 und französische TGV-Hochgeschwindigkeitszüge durchgehend zwischen Paris und Frankfurt/Main bzw. Stuttgart (POS Süd) verkehren können.
Bereits im Mai des Jahres hatten Bahnchef Hartmut Mehdorn und sein französischer Kollege Louis Gallois im Beisein von Bundesminister Manfred Stolpe und dem französischem Minister Gilles de Robien die Gründung einer gemeinsamen Tochtergesellschaft mit Sitz in Saarbrücken beschlossen. Das neue Unternehmen soll den grenzüberschreitenden Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Paris und Südwestdeutschland mit rollendem Material beider Bahnen managen.
Mit der nun vertraglich fixierten Bereitstellung von 153 Millionen Euro habe der Bund seinen Beitrag zur Aufnahme des Hochgeschwindigkeitsverkehrs im Jahre 2007 geleistet, erklärte das Ministerium.
Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
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