30.06.2005
Bundesverkehrsminister Dr. Manfred Stolpe hat am Mittwoch, den 29. Juni, in Berlin die Konferenz "Verkehrswirtschaft als Innovationsmotor " eröffnet. Die Konferenz ist eine Fortsetzung der Mobilitätsoffensive, die das Bundesverkehrsministerium nun zum zweiten Mal veranstaltet. Beispiele aus der Praxis der Referenten Hans Schabert (Siemens), Axel Arendt (Rolls Royce) sowie Jens Fiege (Fiege Unternehmensgruppe) zeigen die Innovationskraft, die in der Mobilitätsindustrie steckt.
Dazu erklärte Minister Stolpe:
"Die Verkehrswirtschaft ist Innovationsmotor. Dieser Motor entfaltet einen mächtigen Schub: Immer stärker hängt der Fortschritt unserer Gesellschaft von der Innovationskraft der Mobilität ab.
Wir stehen vor enormen Herausforderungen. Ökonomie ist eine davon, Ökologie die andere. Ob Schadstoffreduzierung, Klimaschutz oder Energiesicherheit - wir machen in Sachen Kostenbewusstsein und Tragfähigkeit der Mobilität riesige Fortschritte. Wir müssen lernen, globalisiert zu wirtschaften. Dazu gehört es, Kapital nach Deutschland zu ziehen, Produkte für den Weltmarkt anzubieten und Arbeiten in Deutschland attraktiv zu machen.
Die Mobilität des Kapitals ist durch die Informationstechnologien praktisch unbeschränkt. Die Mobilität der Waren wird durch neue Transporttechnologien und Logistikkonzepte stark beschleunigt. Aber auch die Mobilität der Menschen, vor allem die berufliche Mobilität, muss die neuen Herausforderungen bestehen.
Mobilität ist zum zentralen Dienstleister der Globalisierung aufgestiegen. Das führt dazu, dass die Leistungen der Verkehrswirtschaft zu einer wachsenden Branche mit Milliardenumsatz und Millionen von Arbeitsplätzen angewachsen sind.
Die politische Konsequenz ist einfach: Deutschland kann ohne die Mobilitätsunternehmen wirtschaftlich nicht überleben.
Unser Wohlstand, unsere Erwerbseinkommen und unser Sozialmodell können die Herausforderung des Wettbewerbs nur bestehen, wenn die Mobilität Schritt hält mit den Anforderungen der Globalisierung.
Es wäre kurzsichtig, Verkehr ausschließlich mit Infrastruktur zu verbinden. Richtig ist vielmehr, dass Mobilität als Initiator, Impulsgeber und Träger von Innovationen die Menschheitsentwicklung voran gebracht hat. Heute gilt das mehr denn je. Verkehrswirtschaftliche Innovationen sind es, die der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung neue Wege eröffnen.
Im engen Zusammenspiel mit dem Strukturwandel der Wirtschaft sehen wir einen Strukturwandel der Mobilität. Der einfache Transport war gestern. Zukunft hat der Einsatz von High-tech. Hochwertige Straßen- und Schienennetze, Umschlaganlagen, Drehkreuze des Flugverkehrs oder leistungsfähige Container-Häfen sind unverzichtbarer Bestandteil moderner Mobilität. In diesem Sinne ist unsere Infrastruktur die andere Seite der Medaille: die passgenaue Ergänzung der Innovation."
Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
Bayerische
Ingenieurekammer-Bau
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Schloßschmidstraße 3
80639 München
Telefon 089 419434-0
info@bayika.de