22.07.2005
Die bayerische Straßenbauverwaltung baut erstmalig beim achtstreifigen Ausbau der A 9 zwischen den Autobahnkreuzen Neufahrn und München-Nord einen zweilagigen offenporigen Asphalt ein. "Diese neue Bauweise stellt dauerhaft eine erhebliche Lärmminderung von 5 Dezibel sicher. Zusammen mit den neuen Lärmschutzwällen und –wänden werden die autobahnnahen Bereiche der Stadt Garching und der Gemeinde Eching um bis zu 10 Dezibel entlastet. Eine Lärmminderung von 3 Dezibel entspricht bereits einer Halbierung des Verkehrs", so Innenminister Dr. Günther Beckstein am 21. Juli 2005 in München über das innovative Pilotprojekt.
Der neue zweilagige offenporige Asphalt ist sowohl bautechnisch als auch lärmtechnisch deutlich dauerhafter als die bisherigen offenporigen Fahrbahndecken, die als so genannter Flüsterasphalt bekannt sind. Er ist bereits in einem ersten Abschnitt des achtstreifigen Ausbaus der A 9 bei Eching eingebaut. "Jeder kann die schallschluckende Wirkung dieses Belags bei einer Fahrt in diesem Abschnitt selbst testen. Der Lärmunterschied zwischen alter und neuer Fahrbahn ist auch im Fahrzeuginneren deutlich hörbar", so Beckstein.
Die Lärm mindernde Wirkung des neuen Belags wird durch die großen Luftporen im Asphalt erzeugt. Gleichzeitig muss diese Asphaltdecke trotz der vielen Hohlräume extrem standfest sein, um die hohe Verkehrsbelastung ohne Verdrückungen und Ausbrüche aufnehmen zu können.
Der sechsstreifige Ausbau der A 9 zwischen dem Frankfurter Ring und dem Autobahnkreuz München-Nord sowie der achtstreifige Ausbau zwischen den Autobahnkreuzen München-Nord und Neufahrn erfolgt im Zwei-Schicht-Betrieb unter Ausnutzung des Tageslichts. "Autobahndirektion und Baufirmen wickeln die Baustelle in Rekordzeit ab. Dabei müssen sie tagtäglich 150.000 Fahrzeuge durch die Baustelle führen. Die Sicherheit des Autobahnverkehrs und der Bauarbeiter hat hierbei oberste Priorität", stellt Beckstein heraus.
Die ersten Bauarbeiten für die insgesamt 12,5 Kilometer lange und 64 Millionen Euro teure Ausbaumaßnahme starteten im März 2004. Ein erster rund 2 Kilometer langer Teilabschnitt ging bereits im Dezember 2004 unter Verkehr. "Jetzt geht es weiter Schlag auf Schlag. Im August übergeben wir einen weiteren Abschnitt dem Verkehr. Der letzte Abschnitt wird im November diesen Jahres fertig", freut sich Beckstein.
Der achtstreifige Ausbau zwischen dem Autobahnkreuz Neufahrn und der Anschlussstelle Eching geht im August unter Verkehr, zwischen den Anschlussstellen Eching und Garching-Nord im September und zwischen der Anschlussstelle Garching-Nord und dem Autobahnkreuz München-Nord im Oktober. Im November diesen Jahres wird der sechsstreifige Ausbau samt Lärmschutz für Freimann zwischen den Anschlussstellen Fröttmaning-Süd und Frankfurter Ring und damit der gesamte Ausbau der A 9 nördlich von München rechtzeitig vor der Fußball-WM 2006 fertig gestellt.
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