Josef Geiger:
„Bayern planen“ heißt die bayerische Verkehrsinfrastruktur
strategisch weiterentwickeln – und nicht nur den Bestand verwalten
München
- 17.07.2013
„Die bayerische Verkehrsinfrastruktur muss auch in Zukunft strategisch
fortentwickelt werden. Nur den Bestand zu pflegen genügt nicht, um
Bayern fit für die künftigen Chancen zu machen“, sagte Dipl.-Ing. Josef
Geiger, Präsident des Bayerischen Bauindustrieverbandes, als Erwiderung
auf den Beschluss der Verkehrsministerkonferenz der Länder, die
Etatmittel für den Neubau nur dann zu verwenden, falls damit ein
bestehender Engpaß beseitigt wird. „Bayerns Fernstraßen- und
Schienennetz hat aber nicht nur Engpässe, sondern einen massiven
Ergänzungsbedarf und ein enormes Entwicklungspotenzial.“
„Wer Bayerns Zukunft plant, wer seine Besonderheiten berücksichtigen will, braucht unbedingt ein strategisches Konzept für die bayerische Verkehrsinfrastruktur: Mit dem Bestandserhaltungsprinzip
wahren wir bayerische Interessen jedenfalls nicht. Vor allem meistern wir so Bayerns Zukunft nicht“, so Geiger. Mit dem Primat des Bestandserhaltungsprinzips könnten möglicherweise Bundesländer, deren Autobahnnetz gut ausgebaut sei, zufrieden sein. Demgegenüber seien aber weder Bayerns Fernstraßennetz noch das Schienennetz bereits vollständig ausgebaut.
Geiger: „Wir brauchen dringend die Verknüpfung und Erschließung der osteuropäischen neu
hinzugekommenen Wirtschaftsräume. Ich denke da an den autobahngleichen Ausbau der B 15 neu, der B 20, der B 85 sowie der Fichtelgebirgs-Verbindung B 303.“ Auch das bayerische Schienennetz ist noch lückenhaft, so Geiger weiter. „Ich will da nur ein Beispiel bringen, den dringend benötigten zweigleisigen Ausbau der ABS 38 mit der Abzweigung in das bayerische Chemiedreieck. Seit Jahrzehnten wartet die Region auf diese Verkehrsachse. Wenn nicht bald gehandelt wird, drohen der Region enorme Nachteile.“
Geiger abschließend: „Bayerns Erfolge sind historisch mit dem Ausbau der bayerischen Verkehrsinfrastruktur verbunden. Auch für die Zukunft gilt: Nur mit einer modernen Verkehrsinfrastruktur
schaffen wir es, Bayerns ländliche Räume und seine beiden Metropolregionen erfolgreich fortzuentwickeln. Mit der Verwaltung des Bestehenden erreichen wir das aber nicht.“
(Quelle: Bayerischer Bauindustrieverband e.V.)
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