Verkehrskonferenz Oberbayern Nord

Bericht von Dipl.-Ing.Univ. Markus Amler

 

München   -  22.07.2014

Verkehrskonferenz Oberbayern Nord am 21.07.2014 in Ingolstadt
Bericht von Dipl.-Ing.Univ. Markus Amler,
Regionalbeauftragter der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau

Der Bayerische Staatsminister des Inneren, für Bau und Verkehr, Herr Joachim Herrmann, leitete mit einem kurzen Umriss um das Themengebiet die Konferenz ein.
Für die Entwicklung des Güterverkehrs wurde - bezogen auf die Werte aus 2007 - eine Zunahme von 53% bis 2025 prognostiziert (davon entfallen auf die Straße 56%). Um auf diese Entwicklung besser reagieren zu können wurden im Oktober 2013 alle Zuständigkeiten für den Verkehr in der obersten Baubehörde vereint. Zuvor waren einige Bereiche dem Wirtschaftsministerium zugeordnet. Da ein Großteil der Zunahme auf die Straße entfällt, ist auch ein weiterer Ausbau der Straßen erforderlich - so Herr Herrmann. Er betonte auch, dass für Elektrofahrzeuge ebenfalls Straßen erforderlich sind. Grundlage für den Unterhalt / Sanierung / Ausbau des Netzes sind sichere Finanzmittel; insbesondere die LKW-Maut trägt hier mit ca. 3 Mrd. € - bundesweit betrachtet - zu dieser Finanzierung bei. Der Bund hat für diese Legislaturperiode insgesamt ca. 5 Mrd. € zur Verfügung gestellt. Aktuell ging er in diesem Zusammenhang auf die am Wochenende aufgekommene Diskussion gegen die PKW-Maut ein und versicherte, dass die Maut kommen wird. Auch die ausländischen Nutzer unserer Straßen dürfen sich künftig an der Sanierung, dem Unterhalt und dem Ausbau des Straßennetzes beteiligen.

Neben den Straßen ist eine weitere Verbesserung des Schienennetzes erforderlich und insbesondere auch ein behindertengerechter Ausbau der Bahnhöfe. Um den wachsenden Fahrradverkehr zu den Bahnhöfen Rechnung zu tragen muss ebenfalls über Fahrradstellplätze/Parkboxen nachgedacht werden. Auch ein Ausbau des Radwegenetzes neben der Staatsstraße ist geplant.

Im Anschluss an den Überblick durch Herrn Herrmann wurden von Herrn Karl Wiebel (Leiter der Abteilung Straßenbau in der OBB) für den Bereich Straße und durch Herrn Böhner (Leiter der Abteilung Verkehr in der OBB) einzelne Projekte angesprochen bzw. deren Stand dargelegt. Darunter waren zum Beispiel die 3. Start- und Landebahn am MUC und die umliegenden Verkehrsmaßnahmen, die Erweiterung der Stammstrecke in München und der Ausbau der B16.

Die Diskussionsrunde nach den Ausführungen von Herrn Herrmann, Herrn Wiebel, sowie Herrn Böhner wurde durch Fragen von Bürgermeistern und Stadträten zu einzelne Projekten bestimmt. Hier wurde zum Beispiel der Allacher Tunnel und die Verkehrsprobleme dort, die schlechte Eisenbahnanbindung von Fürstenfeldbruck und fehlende Fahrbahnmarkierungen auf Land- und Staatsstraßen nach der Sanierung angesprochen.

Ein Punkt sollte hier noch erwähnt werden, der in der Diskussionsrunde von Bürgermeistern vorgebracht wurde. Immobilien der Bahn und auch Grünflächen der Bahn werden scheinbar an Investoren verkauft, ohne auf die Gemeinden zuzugehen bzw. Angebote einzuholen oder zu berücksichtigen. Dies führt - nach Aussage der Bürgermeister - zu erheblichen Problemen seitens der Gemeinde/Städte ausreichende Parkplätze zu schaffen und eine angemessene Verkehrsführung/ -anbindung zu erreichen.

Nachbericht (PDF)

 

 

[ zurück ]

 

Bayerische
Ingenieurekammer-Bau

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Schloßschmidstraße 3
80639 München
Telefon 089 419434-0
info@bayika.de

► Aktuelles ► Kurznachrichten
Planer- und Ingenieursuche
Partner Mittelstandspakt Bayern

Partner Klima-Allianz Bayern