19.02.2004
München (19.02.04) - Die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern und die Stadt Moskau führen gemeinsam ein Städtebauprojekt in Moskau durch. Moskau kam auf die Oberste Baubehörde zu, um deren langjährige Erfahrung bei der Belebung und Umstrukturierung innerstädtischer Flächen sowie ihres Know-hows bei städtebaulichen Wettbewerben zu nutzen. "Dies ist ein Meilenstein nicht nur für den wichtigen Ingenieur- und Architekturexport, sondern auch für die Vertiefung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Bayern und Moskau", freut sich Innenminister Dr. Günther Beckstein über das Gemeinschaftsprojekt.
Die Ausstellung "Siedlungsmodelle Bayern", die die Oberste Baubehörde im Jahr 2001 im Rahmen der "Bayerischen Wirtschaftstage" in Moskau präsentiert hatte, fand eine derartige Resonanz, dass die Stadt Moskau und die Bayerische Staatskanzlei die Durchführung eines gemeinsamen städtebaulichen Wettbewerbs vereinbart haben. Drei Architekturbüros aus Bayern und drei Moskauer Büros waren aufgefordert, Vorschläge für die Bebauung des Wettbewerbsgeländes zu entwickeln. Den ersten Preis erhielten die Planungsgemeinschaft Meier-Scupin mit Obermeyer Planen + Beraten gemeinsam mit dem Moskauer Büro MNIIP. Die beiden siegreichen Arbeiten werden in einer gemeinsamen Konzeption im Juli in Moskau präsentiert, so dass bald mit der Vermarktung der Grundstücke begonnen werden kann. Das Projekt ist auch ein Beitrag des Freistaats Bayern zum Deutschen Jahr 2004 in Russland.
Das Areal liegt etwa drei Kilometer östlich vom Roten Platz zentrumsnah an dem Fluss Jausa im Stadtteil Lefortowo, den seit dem 16. Jahrhundert auch Deutsche besiedelt haben und der bis heute als "deutscher" Stadtteil gilt. Das Gelände ist mit zwei denkmalgeschützten Kirchen aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts bebaut. Die hinzugekommenen Gewerbebetriebe und Garagen sollen weitgehend abgerissen werden. Ziel der Stadt Moskau ist, eine attraktive Flussuferzone mit breitem Grüngürtel zu entwickeln und die angrenzenden Flächen mit Nutzungen zu belegen, die dem historischen Wert des Stadtteils entsprechen.
Quelle: STMI
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