BDB-Studentenförderpreis vergeben

11.07.2005

Berlin (11.07.05) - Am 6. Juli 2005 verlieh die Staatsministerin für Kultur, Christina Weiß, und der Präsident des Bundes Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure, Hans Georg Wagner, in Berlin den BDB Studentenförderpreis. Die Jury, unter Vorsitz von Wilfried Dechau, wählte aus den 155 eingegangenen Arbeiten einen Förderpreis und drei Sonderpreise aus.

Der Förderpreis ging an Markus Klingberg und Mathias Krupna München für ihre Arbeit „Stadtplanung in Passau“. „Die Arbeit überzeugte die gesamte Jury durch die komplexe Herangehensweise. Vom Ganzen, bis hin zum Detail zeigt sie für die Stadt Passau eine einmalige Entwicklungsmöglichkeit. Die Stadt Passau wird aus ihrer Enge befreit. Die Analyse arbeitet die Belastung des Ortes durch den Individualverkehr heraus und zeigt die vorhandenen Potenziale von Fluss und Berg.

Die Lösung der Verkehrsproblematik durch vier Logistikzentren ist zukunftsweisend und schlüssig ausgearbeitet. Die Reaktivierung des südlichen Flussufers durch Umnutzung der Hochwasserbecken und seiner Nebeneinrichtungen schafft große Freizeiteinrichtungen und vor allem den direkten Kontakt zum Wasser.“, so die Jury.

Die drei Sonderpreise gingen an:

Sebastian Fiedler und Carsten Wörner, München, für ihre Arbeit „Sanierung Bayerhof“.
„Der Bayerhof, ein in den 50ern errichtetes innerstädtisches Verwaltungsgebäude, steht für eine Unzahl vergleichbarer Bauwerke mit ähnlicher Problematik. Die Autoren schlagen ein Konzept zur Sanierung des Gebäudes vor, das im besten Sinne unspektakulär und gerade dadurch beispielgebend ist. Mit kleinstmöglichen, aber jeweils äußerst effizienten Eingriffen wird das Gebäude wieder gebrauchstauglich gemacht, ohne dabei sein Gesicht zu verlieren.“

Marco Link, Sven Knöppel, Susanne Keyser, Kassel, für ihre Arbeit „Zwischen Oberwelt und Unterwelt“. „Der Wasserfall zwischen zwei Regenwasserleitungen, deren Höhenniveau 12 m auseinander liegt, findet normalerweise unsichtbar unter der Erde statt. Der Ingenieur sieht hierfür ein sogenanntes Absturzbauwerk vor. Mit dem Absturzbauwerk an der „Du-Gy-Straße“ in Kassel zeigt ein Planungsteam verschiedener Studiengänge eindrucksvoll, wie eine solche, sonst im Verborgenen gelegene, Ingenieurleistung sichtbar gemacht werden kann. Der an einen Hang gebaute Schacht schließt nach oben mit neun quadratischen Platten ab, die gleichzeitig einen kleinen Platz definieren. Durch einen herausragenden Betrachtungskörper und eine begehbare Glasplatte wird der „Wassersturz“ erfahrbar gemacht.“

Kathrin Gädeke und André Dreßler, Dresden, für ihre Arbeit „Fußgängerbrücke für den Forstbotanischen Garten Tharandt“. „Sowohl die Einbindung in die Umgebung als auch die konstruktive Gestaltung der Brücke sind überzeugend. Die verwendeten Mittel sind einfach und mit Bedacht gewählt worden. Sie wurden auf intelligente Weise zu einer gelungenen Konstruktion gefügt. Begrüßt wird der Ansatz, studentische Entwürfe zu realisieren und die Studierenden bei der Durcharbeitung und Ausführung zu unterstützen“, so die Jury.

Quelle: BDB

 

 

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