München - 16.12.2005
Gewinnerin ist Architektin Zaha Hadid mit Patrik Schumacher für das neue Zentralgebäude des BMW-Werkes in Leipzig.
"Der öffentliche Bauherr muss den Maßstab der Baukultur immer zuerst bei sich anlegen. Baukultur ist nicht nur der gelungene Entwurf eines Solitärs, sondern entscheidet sich in dem Wert der gebauten Umwelt für die Menschen. Baukultur und Stadt sind untrennbar. Ich freue mich, dass die Jury des Deutschen Architekturpreises auch in diesem Jahr in zwei Bauwerken des Bundes diese Qualitäten besonders realisiert gesehen hat", sagte Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee heute bei der Verleihung des Deutschen Architekturpreises 2005 in Leipzig.
Der Minister konnte für das Umweltbundesamt in Dessau von den Architekten Sauerbruch & Hutton und den Neubau des Deutschen Historischen Museums in Berlin von I.M. Pei Anerkennungen entgegennehmen.
Der Deutsche Architekturpreis 2005 ging an die Architektin Zaha Hadid mit Patrik Schumacher für das neue Zentralgebäude des BMW-Werkes in Leipzig. Bundesminister Wolfgang Tiefensee hob hervor, dass mit der Auszeichnung eines Industriebauwerks der Blick auf einen für die Wirtschafts- und Stadtentwicklung in Deutschland wichtigen Sektor und auf das große Potential der Standorte in den neuen Ländern gelenkt werde. "Das Bauwerk in seinem ästhetischen Ausdruck und sein eigentlicher industrieller Zweck verbinden kongenial die Kultur des zupackenden, mutigen und kreativen Aufbruchs der Menschen in den neuen Ländern und die industriellen Standortqualitäten Ostdeutschlands", sagte Tiefensee.
Architektur habe eine wichtige Funktion bei der Entwicklung der Städte. Die Möglichkeiten guter Planung müssten im Interesse lebendiger Städte noch mehr einer breiteren Öffentlichkeit bewusst gemacht und von dieser gefordert werden.
Tiefensee: "Ich danke Zaha Hadid dafür, dass sie mit Ihren Bauwerken in Deutschland immer wieder zeigt, dass Architektur von hoher stilistischer Qualität sein kann. Baukultur entsteht aus dem Bezug zu ihrer Umgebung. Wir wollen die Errichtung einer Stiftung Baukultur voran bringen, die daran weiter arbeitet und ein breiteres Bewusstsein für eine hohe Qualität unserer gebauten Umwelt schafft. Und die zeigt, dass Planung aus Deutschland weltweit eben diese hohe Qualität zu leisten imstande ist."
Er wolle, so der Bundesminister, dieses Projekt zügig auf den Weg bringen. Tiefensee betonte, dass die Bundesregierung insgesamt die Modernisierung der Infrastruktur in Deutschland beschleunigen und Investitionen erleichtern wolle. Der Bund werde gerade auch die Städte bei der Bewältigung des Strukturwandels weiterhin unterstützen. Es sei ein großer Erfolg für die Stadtentwicklung und das Bauwesen, dass Bund und Länder auch im Rahmen der Föderalismusreform an der bewährten Städtebauförderung als gemeinsamer Aufgabe von Bund, Ländern und Gemeinden festhalten.
Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
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