Ingenieurbüro am Bau der Siegerbrücke beteiligt.
Kempten - 08.03.2010
Die Elbebrücke bei Mühlberg an der Landesgrenze Brandenburg/Sachsen in der Kategorie „Straßen- und Eisenbahnbrücken” und die Fußgängerbrücke im Stadthafen Sassnitz auf der Insel Rügen in der Kategorie „Fuß- und Radwegbrücken” sind die Gewinner des im März in Dresden vergebenen Deutschen Brückenbaupreises 2010.
Als maßgeblich verantwortliche Ingenieure wurden Dipl.-Ing. Wolfgang Eilzer sowie Prof. Dr. Mike Schlaich und Dipl.-Ing. Andreas Keil mit dem von der Bundesingenieurkammer und dem Verband Beratender Ingenieure VBI ausgelobten Preis ausgezeichnet.
Besonders erfreulich ist aus bayerischer Sicht, dass an der Siegerbrücke in Mühlberg auch ein Büro aus dem Freistaat beteiligt war. Mit der Ausführungsplanung war Dr. Schütz Ingenieure aus Kempten beauftragt.
„Die Brücke ist technisch sehr anspruchsvoll gewesen. Verschiedene Innovationen kamen zum Einsatz“, berichtet Dipl.-Ing. Gerhard Pahl, geschäftsführender Gesellschafter. Verwendet wurde ein selbstverdichtender hochfester Beton in Verbindung mit einem Betongelenk. Insgesamt waren vier Personen des Ingenieurbüros an der Ausführungsplanung beteiligt.
„Ein expressives Bauwerk, die Konstruktion ist originell” urteilte die Jury über die Elbebrücke Mühlberg. Dipl.-Ing. Wolfgang Eilzer ist beim sogenannten Auge von Mühlberg eine Kombination aus innovativer Konstruktionsidee und schlichter Eleganz gelungen. Die 700 Meter lange Elbebrücke erfüllt auch ökologische Vorgaben optimal. Prof. Mike Schlaich und Dipl.-Ing. Andreas Keil haben in ihrem Bauwerk Form und Funktion beispielhaft miteinander verbunden. Die kühn geschwungene, extrem schlanke Brücke verbindet die Stadt Sassnitz über 22 Meter Höhenunterschied hinweg mit dem Stadthafen.
Ein weiteres Mitglied der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau konnte einen Erfolg verzeichnen: Dipl.-Ing. Johann Grad aus Ingolstadt zählte mit der Geh- und Radwegbrücke über die Altmühl in Eichstätt, die durch ihre zurückhaltende Eleganz überzeugte, zu den Nominierten. Dr.-Ing. Heinrich Schroeter spricht den Kammermitgliedern seine Gratulation aus.
Mit den Preisträgern erlebten rund 1.300 Gäste die feierliche Verleihung des Deutschen Brückenbaupreises 2010 im Audimax der TU Dresden. Laudatoren waren die Präsidenten der Bundesingenieurkammer und des Verband Beratender Ingenieure, Dr.-Ing. Jens Karstedt und Dr.-Ing. Volker Cornelius. Hauptredner Jan Mücke, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, betonte in seiner Ansprache den Zusammenhang von Baukultur und innovativen Ingenieurleistungen.
Mit dem Brückenbaupreis will die Bundesregierung auf die Bedeutung von Brücken und ihre Erbauer hinweisen. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unterstützt und fördert den Deutschen Brückenbaupreis als Schirmherr im Rahmen der Initiative Baukultur.
Neben dem Bauwerk wurden jeweils die beteiligten Ingenieure, deren schöpferische Leistungen maßgeblich zum Entstehen des Bauwerks beigetragen haben, mit dem Preis ausgezeichnet. Zum Deutschen Brückenbaupreis 2010 waren 27 Bewerbungen eingegangen. Daraus hat die Jury je Kategorie drei Bauwerke nominiert und je ein Siegerbauwerk gekürt. Neben den Preisträgern Elbebrücke bei Mühlberg und Fußgängerbrücke im Stadthafen Sassnitz nominierte die Jury folgende Beiträge: In der Kategorie „Straßen- und Eisenbahnbrücken” die Muldebrücke bei Wurzen (Sachsen) und die Rügenbrücke (Strelasundquerung); in der Kategorie „Fuß- und Radwegbrücken” die Hafenbrücke Bremerhaven und eben die Altmühlbrücke Eichstätt (Bayern).
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