Kammermitglieder erhalten zwei Auszeichnungen für herausragende Ingenieureleistungen beim Nürnberger Passivhaus Südpunkt.
München/Rosenheim - 21.12.2010
Ein Projekt, an dem maßgeblich die Duschl Ingenieure GmbH & Co. KG in Rosenheim beteiligt war, hat vor kurzem gleich zwei Preise gewonnen: Die Stadt Nürnberg wurde für das Passivhaus „Südpunkt – Forum für Bildung und Kultur“ bei der Verleihung des Energiepreises 2010 mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. Eine weitere Auszeichnung für den Neubau des Hauses erhielt die Stadt im Bereich „Kommunaler Klimaschutz 2010“ in der Kategorie 1: „Innovative technische und/oder bauliche Maßnahmen für den Klimaschutz in einem kommunalen Gebäude oder einer kommunalen Einrichtung“. Initiatoren der Preise waren das Bayerische Wirtschaftsministerium und das Bundesumweltministerium.
Über die Auszeichnungen freuten sich besonders die beiden Geschäftsführer des Ingenieurbüros, Gerhard und Andreas Duschl. Beide sind Mitglieder der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Das ausgezeichnete Gebäude vereint architektonisch geschickt einen denkmalgeschützten Altbau und einen Neubauteil. Eine besondere Herausforderung für die Planer war die Integration der unterschiedlichen Nutzungsansprüche mit den Forderungen der Passivhausanforderungen an die technischen Anlagen. So mussten unter anderem der hohe Publikumsverkehr, die wechselnden Nutzungszeiten, die unterschiedliche Belegungsdichte, Komfortansprüche und -vorstellungen der Nutzer mit einem minimalsten technischem Aufwand bei niedrigen Betriebskostenvorgaben in Einklang gebracht werden.
Schwerpunkt der Planungsleistungen waren die Bereiche Elektrotechnik mit Beleuchtungsanlagen und -konzeption, Raumlufttechnik mit hochwirksamer Wärmerückgewinnung, Betonkernaktivierung und Erdsonden, Heizungs- und Sanitärtechnik sowie Aufzugstechnik und Bühnentechnik. Darüber hinaus führten die Ingenieure eine gewerkübergreifende Brandschutzkonzeption der Installationen im Bestand durch.
Mit dem Bayerischen Energiepreis zeichnet das Bayerische Wirtschaftsministerium besonders innovative Produkte, Projekte und Konzepte, wissenschaftliche Forschungsvorhaben sowie außergewöhnliche Aktionen zur effizienten Energieerzeugung und –nutzung aus. 2010 hatten sich 109 Unternehmen, Institutionen, Kommunen, Forschungsinstitute und Privatleute um die mit insgesamt 25 000 Euro dotierte Auszeichnung beworben. Neben einem Hauptpreis wurden zehn Anerkennungspreise vergeben. Alle Bewerbungen wurden von einer Jury aus Professoren bayerischer Universitäten geprüft und bewertet.
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