Mehrere Kammermitglieder in München mit Holzbaupreis 2010 augezeichnet.
München - 18.01.2011
Bauen mit Holz liegt in Bayern voll im Trend. Sechs besonders gelungene Objekte hat Forstminister Helmut Brunner in München mit dem Holzbaupreis ausgezeichnet. Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau ist Partner des Wettbewerbes. Kammerpräsident gratulierte allen Gewinnern, unter denen mehrere Kammermitglieder sind.
In seinem Grußwort ging Schroeter unter anderem auf die Eigenschaften von Holz aus Sicht der Bauingenieure ein: „Holz zeichnet sich durch ein besseres Verhältnis von Festigkeit zu Eigengewicht aus als andere Baustoffe wie zum Beispiel Beton oder Stahl.“ Die dadurch geringere Masse der Holzhäuser erzeuge bei Erdbeben weniger Trägheitskräfte. Das wiederum mache Holz zum idealen Baustoff in Erdbebengebieten, so Schroeter.
Jeweils 2.000 Euro Siegerprämie gab es für das Kinderhaus der Technischen Universität München in Garching (Tragwerksplanung: Bauart Konstruktions GmbH & Co.KG, München), für Solarreihenhäuser am Riemer Park in München (IB Helmut Fischer, Bad Endorf) , die Mangfall-Brücken in Rosenheim (Sailer Stepan und Partner GmbH, München), das Pfarrheim St. Peter in Dachau (Civil enginieering solutions, München), das Passivhaus Eco in Bräuningshof (HolzVogel GmbH, Obertheres) und als Sonderpreis für den Bauwipfelpfad im Nationalpark Bayerischer Wald (IB Wolf GmbH, Grafenau und Wiehag GmbH, Altheim). Neun weitere der 204 eingereichten Objekte erhielten eine Anerkennung.
Dr. Schroeter wies in seinem Grußwort auch darauf hin, dass die bayerischen Bauingenieure den Klimaschutz sehr ernst nehmen: "Wer sich für den Bau eines Holzbauwerkes entscheidet, trägt auch zum Klimaschutz bei, weil dadurch der CO2-Gehalt in der Atmosphäre gemindert wird. Ein Kubikmeter entzieht der Atmosphäre während des Wachstums eine Tonne Kohlendioxid", so Dr. Schroeter bei der Preisverleihung.
Welchen Stellenwert der Rohstoff Holz im Bau hat, ließe sich auch an der Anzahl der Angebotenen Studiengänge ablesen. An zahlreichen Hochschulen werden Diplom- und Vertiefungsstudiengänge zum Holzbau oder zur Holztechnik im Bereich des Bauingenieurwesens angeboten, so Schroeter weiter.
Die Beispiele zeigen nach den Worten von Ministerialdirigent Georg Windisch, der die Preise auf der Messe BAU 2011 in Vertretung von Brunner überreichte, eindrucksvoll, welche gestalterische Vielfalt beim Bauen mit Holz möglich ist. Holz sei wegen seiner hervorragenden technischen und raumklimatischen Eigenschaften sowie seiner unschlagbaren Ökobilanz der Baustoff der Zukunft.
Seit 1991 hat sich in Bayern der Anteil von Ein- und Zweifamilienhäusern in Holzbauweis von 7,5 auf 17 Prozent mehr als verdoppelt. Ein Kubikmeter Holz entzieht beim Wachsen der Atmosphäre eine Tonne des Treibhausgases Kohlendioxid. Zudem helfe die Verwendung von Holz den 700.000 Waldbesitzern in Bayern, die auf ausreichende Einnahmen aus den Holzverkauf angewiesen seien, um in die Pflege der Wälder investieren zu können. Ein Fazit der Veranstaltung war: „Man ist nicht auf dem Holzweg, wenn man Bauwerke aus Holz errichtet.“
Der Holzbaupreis Bayern ist ein Gemeinschaftsprojekt des Forstministeriums mit dem Landesbeirat Holz Bayern e.V. Er wird seit 1978 verliehen, heuer zum achten Mal.
Quelle: Bayerisches Forstministerium / hau
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