Vorstandsmitglied Dipl.-Ing. Univ. Herbert Luy hat vor kurzem für die Bayerische Ingenieurekammer-Bau zwei Brückenwettbewerbe an der Fachhochschule Augsburg und am Paul-Klee-Gymnasium Gersthofen besucht.
Augsburg - 02.03.2011
Prüfung und Prämierung der Wettbewerbsmodelle am 16.12.2010
Der von der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau unterstützte Brückenbauwettbewerb fand in diesem Jahr bereits zum zehnten Male statt. Als Material war für die Teilnehmer Pappe vorgegeben.
Der Modellbau soll auch Studenten der Ingenieurwissenschaften an den Umgang mit Material heranführen, was im Studium sonst nicht so ausgeprägt stattfindet.
Vier Brücken wurden als Teil einer Diplomarbeit vorgeführt und bewertet. Die anderen standen im freien Wettbewerb zueinander.
Mit dem Modellbau soll die konstruktive Tätigkeit gefördert werden. Vor der mit Spannung erwarteten Lastprüfung zeigten die moderierenden Professoren mögliche Schwächen auf. Sowohl die Bauherren als auch die Professoren schätzen vorab die Tragfähigkeit. Beim Interpretieren der Versagensarten gingen die Moderatoren auf das Material, die Anschlüsse und die Verbindungen ein. Insgesamt war es ein lehrreiches Spektakel im Forum mit den anwesenden Studenten und Gästen. Insgesamt wurden Geldpreise in Höhe von 1.300 Euro ausgelobt.
Beim Brückentest waren alle Schüler des Paul-Klee-Gymnasiums vor Ort. Im Rahmen eines Projekt-Seminars wurden seit Beginn des Schuljahres verschiedene Aktivitäten durchgeführt: Dazu zählte zum Beispiel der Besuch der neuen Autobahnbrücke über den Lech.
Eine Projektgruppe hat verschiedene bestehende Brücken analysiert, ihre Tragkonstruktion erläutert und einen Modellnachbau vorgestellt.
Dazu zählten unter anderem die Brooklyn Bridge im US-amerikanischen New York und die bekannte Harbour Bridge im australischen Sydney. Vier Schüler des Seminars zeigten den Aufbau einer Leonardo-Brücke und bewiesen Ihre Tragkraft mit Ihrem Eigengewicht.
Unter der Leitung von Herrn Prof. Kolling von der Fachhochschule Augsburg, die auch die Prüfapparatur und die Auswertungspräsentation mitgebracht hatte, fand dann die Prüfung der Modelle statt. Die jeweiligen Schüler erläuterten Ihre Gedanken zum Brückenbau und durften vorab die Traglast schätzen. Herr Prof. Kolling zeigte dann die guten aber auch kritischen Konstruktionsdetails auf und gab seinerseits eine Schätzung der Bruchlast ab.
Der Versuch fand dann unter lautstarker Beteiligung des Publikums statt, bis buchstäblich die Fetzen flogen. Sogar eine Brücke aus Karbonfaserrohren war unter den Modellen. Schließlich wurden die schönste und die stabilste der Brücken prämiert. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und soll im nächsten Schuljahr wieder stattfinden.
Dipl.-Ing. Univ. Herbert Luy / hau
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