Münchner Tram unter den Gewinnern
Berlin - 27.11.2012
Klimaschutz im Verkehr – ein Widerspruch? Nein. Seit der Erkenntnis, dass mehr als 20 Prozent der CO2-Emissionen durch den Verkehr verursacht werden, diese allerdings schon durch verkehrsvermeidende planerische Maßnahmen deutlich gesenkt werden können, arbeiten Kommunen verstärkt an klimaverträglichen Verkehrskonzepten.
Die besten Projekte zeichnet die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) e.V. in Kooperation mit dem ökologischen Verkehrsclub VCD alle zwei Jahre mit dem Deutschen Verkehrsplanungspreis aus. Ziel ist es, Projekte, die einen besonderen Beitrag zum Klimaschutz leisten, in der Öffentlichkeit sichtbar und bekannt zu machen. So können diese als Vorbilder fungieren.
Nominiert für den Deutschen Verkehrsplanungspreis waren in diesem Jahr fünf Projekte. Den Hauptpreis gewinnt die Region Hannover mit seinem Verkehrsentwicklungsplan pro Klima (VEP pro Klima). In Offenburg überreichten am gestrigen Abend Michael Ziesak, Bundesvorsitzender des VCD sowie Thomas J. Mager, Bundesvorsitzender der SRL die Auszeichnung.
Klaus Geschwinder, zuständiger Teamleiter bei der Region Hannover, zeigte sich hoch erfreut über die Auszeichnung: „Für uns ist der Preis eine große Anerkennung und gleichzeitig Ansporn, die vielversprechenden Ansätze für die erfolgreiche Umsetzung konsequent im Auge zu behalten. Für uns stand die Umsetzbarkeit der vorgeschlagenen Strategien stets im Mittelpunkt. Realitätsferne Utopien sind im Verkehrsentwicklungsplan pro Klima nicht enthalten. Unser Ziel ist es mit der Umsetzung pro Jahr 450.000 t CO2 einzusparen.“
Die fünfköpfige Jury unter Vorsitz von Gisela Stete, Stadt- und Verkehrsplanerin aus Darmstadt, mit Michael Ziesak, Bundesvorsitzender des VCD e.V., Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär a.D. und Stadtplaner aus Berlin, Thomas J. Mager, Vorsitzender der SRL sowie Prof. Dr. Oscar Reutter, Verkehrsplaner aus dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie lobte bei allen fünf gelungenen Verkehrsplanungsleistungen die Komplexität der Aufgabe, die Besonderheiten bei der Umsetzung sowie die Innovation und Kooperation mit den Akteuren in der Verkehrsplanung. „Ob Hauptpreis oder Nominierung, alle fünf Projekte fungieren als gute Beispiele für wirksame Verkehrsplanung, Gestaltqualität und Planungskultur“, so Thomas J. Mager.
Die ausgezeichneten Projekte im Überblick:
Quelle: Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) e.V.
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