Rekordaussicht: 4.500 Nachwuchsingenieure planen und bauen über 1.500 Brücken
Stuttgart - 12.12.2012
Wie richtige Ingenieure Fußgängerbrücken entwerfen und konstruieren, das ist Aufgabe des kreativ-technischen Schülerwettbewerbs "BRÜCKENschlag". Ende November war Anmeldeschluss: Über zwei Drittel aller teilnehmenden Schülerinnen und Schüler des in fünf Bundesländern ausgelobten Wettbewerbs kommen aus Baden-Württemberg. Landesweit beteiligen sich über 4.500 Schülerinnen und Schüler aus 193 Schulen mit über 1.500 geplanten Modellen an dem Wettbewerb - überwiegend aus den Klassenstufen acht, neun und zehn.
Noch bis 25. Januar 2013 bleibt ihnen nun Zeit, ihre selbst geplanten, innovativen Miniaturbauwerke bei der Jury der Ingenieurkammer einzureichen. Die Fußgängerbrücken müssen voll funktionsfähig sein, ein möglichst geringes Eigengewicht aufweisen und einem Belastungstest standhalten. Nur einfachste Baumaterialien, wie Papier, Holz- und Kunststoffstäbchen sowie Schnur, Kleber oder Stecknadeln dürfen dabei Verwendung finden.
"Wir freuen uns, dass auch unser achter Wettbewerb ein überwältigendes Interesse weckt und wir einer Rekordbeteiligung entgegenstreben", sagt Professor Dr.-Ing. Stephan Engelsmann, Vizepräsident der Ingenieurkammer Baden-Württemberg. "Dies zeigt uns, dass wir mit unserem Bestreben, den ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchs bereits an allgemeinbildenden Schulen zu fördern, den Nerv von jungen Menschen treffen."
Warum Fußgängerbrücken?
Brücken überspannen Täler, verbinden Ufer, überqueren Hindernisse und üben Faszination und Staunen auf uns Menschen aus. Begabte Ingenieurinnen und Ingenieure gestalten und konstruieren weltweit riesige Eisenbahn- und Autobahnbrücken sowie Stege für Radfahrer und Fußgänger und schaffen damit Verknüpfungen zwischen Städten, Ländern und Menschen. Das moderne Leben wäre ohne Brücken nicht vorstellbar, denn durch diese Werke der Ingenieurbaukunst werden schneller Transport und effiziente Zusammenarbeit sowie Gemeinschaft erst ermöglicht. Brücken zu planen und zu konstruieren ist die Königsdisziplin der Ingenieurbaukunst. Die hohe Beteiligung am diesjährigen Wettbewerb lässt sich darauf zurückführen, dass das Thema Brücken Bestandteil des Lehrplans an baden-württembergischen Schulen ist.
Jury hat die Qual der Wahl
Anfang Februar 2013 trifft sich eine namhafte Jury, bestehend aus Professoren, Beratenden Ingenieuren, Prüfingenieuren und einem Vertreter des Kultusministeriums Baden-Württemberg in Stuttgart, um die Siegermodelle heraus zu finden. Dabei wird eine Reihe von zuvor festgelegten Auswahlkriterien zur Beurteilung herangezogen.
Große Landespreisverleihung am 27. Februar 2013
Rühmender Abschluss des Landeswettbewerbs ist eine große Preisverleihung mit Rahmenprogramm am 27. Februar 2013, 13.30 Uhr in der Stuttgarter Carl-Benz-Arena. Zur Preisverleihung, bei der die Schülerinnen und Schüler Ihre Platzierungen in zwei Alterskategorien erfahren, werden auch diesmal über 1.000 Personen erwartet. Die Jugendlichen reisen in Begleitung Ihrer Lehrer und Eltern dafür eigens aus allen Landesteilen Baden-Württembergs in die Landeshauptstadt.
Quelle: Ingenieurkammer Baden-Württemberg
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