Stadt Eschwege siegt mit neuem Stadtbahnhof
Berlin - 26.09.2014
Der ökologische Verkehrsclub VCD und die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) zeichnen beispielhafte Verkehrslösungen aus, die intermodale Mobilität voranbringen.
Lebensstile verändern sich und führen zu einem veränderten Mobilitäts- verhalten. Immer wichtiger wird das schnelle und flexible Vorankommen, das Nutzen statt Besitzen. Die intermodale oder auch multimodale Nutzung von Verkehrsmitteln erfordert dabei eine passende, einfach zu nutzende Infrastruktur. Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnis widmet sich der Deutsche Verkehrsplanungspreis 2014 den Mobilitätsstationen. Diese sogenannten Schnittstellen im Umwelt- verbund fungieren als Dreh- und Angelpunkt bei der situativen Nutzung von Rad, Öffentlichem Verkehr oder Carsharing. Hier erfolgt der Umstieg von einem auf das andere Verkehrsmittel und damit leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur Verlagerung vom motorisierten Individualverkehr auf den Umweltverbund.
Die aktuell besten stadt- und verkehrsplanerischen Konzepte, die durch die Entwicklung von Schnitt- stellen für Verkehrsmittel, die intermodale Mobilität voranbringen, zeichnete die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) e.V. in Kooperation mit dem ökologischen Verkehrsclub VCD gestern in Berlin aus. Den Hauptpreis gewinnt die Stadt Eschwege für den Neubau des Stadtbahnhofs Eschwege, eingereicht von der ppb – Projektservice planen und bauen GmbH.
Alexander Heppe, Bürgermeister der Stadt Eschwege, zeigte sich hocherfreut über die Auszeichnung:
„Der Preis ist eine tolle Anerkennung für eine herausragende Zusammenarbeit von Planern, der Stadt und dem örtlichen Nordhessischen Verkehrsverbund NVV. Mit dem neuen Stadtbahnhof ist Eschwege wieder das Zentrum des Werratales geworden. Die vielen neuen Fahrgäste, die wir gewinnen konnten, verdeutlichen, wir haben die Alternative Schiene wieder schmackhaft gemacht. Der Stadtbahnhof ist zudem ein städtebauliches Highlight, mit dem Eschwege enorm aufgewertet wird.“
Die siebenköpfige Jury unter Vorsitz von Gisela Stete, Stadt- und Verkehrsplanerin aus Darmstadt, mit Prof. Dr. Martin Haag, Baubürgermeister der Stadt Freiburg im Breisgau, Andreas Kaufmann, stellvertretender Vorsitzender der SRL, Matthias Kurzeck, stellvertretender Bundesvorsitzender des VCD, Claudia Maiwald, VCD-Bundesgeschäftsführerin, Prof. Dr. Oscar Reutter, Vorstandsmitglied, Forum Mensch und Verkehr der SRL, sowie Prof. Dr. Dirk Vallée, RWTH Aachen, würdigte neben dem Sieger zwei weitere Nominierte und sehr gelungene Verkehrsplanungsleistungen. Dazu gehörten „switchh“ – die Mobilitätsstation der Stadt Hamburg und das Konzept „Stadtraum und Mobilität für die Zukunft“ in Augsburg. „Ob Hauptpreis oder Nominierung, alle drei Projekte haben Vorbildcharakter und sind gute Beispiele für wirksame Verkehrsplanung, Gestaltqualität und Planungskultur“, betont Rainer Bohne, Geschäftsführer der SRL.
Der Deutsche Verkehrsplanungspreis verfolgt das Ziel, Projekte, die einen besonderen Beitrag zur Gestaltung einer nachhaltigen Mobilität leisten, in der Öffentlichkeit sichtbar und bekannt zu machen. So können vorbildhafte Konzepte der Verkehrsplanung wie Bahnhöfe und Fernbusstationen, öffentliche Fahrradverleihsysteme, ÖPNV-Haltestellen oder Carsharing-Stationen als Vorbilder fungieren. „Denn je mehr Schnittstellen, umso mehr Menschen erreichen wir, die den Umweltverbund beginnen zu nutzen“, sagt Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender.
Erstmals wurde die Verleihung des Deutschen Verkehrsplanungspreises durch eine Fachveranstaltung eingerahmt. Auf dieser verabschiedeten SRL und VCD eine Resolution mit folgenden Forderungen:
► Zur Resolution
Quelle: SRL - Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung e.V.
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