Preise für herausragende Holzbauten

Kammermitglieder für Tragwerksplanung ausgezeichnet und lobend erwähnt.

 

München   -  29.01.2015

 Bauen mit Holz liegt dank grenzenloser Möglichkeiten voll im Trend: Fünf besonders gelungene Objekte hat Forstminister Helmut Brunner in München jetzt mit dem Bayerischen Holzbaupreis ausgezeichnet: Jeweils 3.000 Euro Siegerprämie gab es für die Modernisierung des 150 Jahre alten „Haus des Briefträgers“ in Vorderfirmiansreut (Lkr. Freyung-Grafenau), den Ausstellungspavillon der Schnitzschule in Oberammergau (Lkr. Garmisch-Partenkirchen) sowie das Informations- und Bildungszentrum „Haus der Berge“ in Berchtesgaden. Ausgezeichnet wurde bei diesem Projekt für die Tragwerksplanung Kammermitglied Ernst Friedl vom Büro Seeberger Friedl und Partner.

Mit Sonderpreisen von je 500 Euro wurden für eine kreative Neuinterpretation traditioneller Nutzbauten ein Ziegenstall in Seubersdorf (Lkr. Neumarkt i. d. OPf.) und ein Hühnerhaus in Kneiting (Lkr. Regensburg) ausgezeichnet. Sechs weitere der insgesamt 248 eingereichten Projekte erhielten eine Anerkennung. Folgende Kammermitglieder übernahmen bei drei der sechs Projekte die Tragwerksplanung: Norbert Blankenhagen aus Seeshaupt, Thomas Cohrs aus Freising, Karl Wagner aus Herrsching sowie die Planungsgesellschaft Dittrich aus München.

Aktiv für den Klimaschutz

Die Beispiele zeigen nach den Worten des Ministers, welche gestalterische Vielfalt beim Bauen mit Holz möglich ist. Der ständig nachwachsende Roh- und Werkstoff biete hervorragende technische, energetische und raumklimatische Eigenschaften, sagte Brunner. Holz habe darüber hinaus aber auch unschlagbare ökologische Vorzüge. „Wer mit Holz baut, leistet einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz“, so der Minister. Denn schon ein Kubikmeter Holz entziehe beim Wachsen der Atmosphäre rund eine Tonne des schädlichen Treibhausgases Kohlendioxid. Die für ein Einfamilienhaus nötige Holzmenge wächst dem Minister zufolge in den bayerischen Wäldern in nur 40 Sekunden wieder nach.


Grußwort des Kammer-Vizepräsidenten Prof. Gebbeken

Verleihung des Holzbaupreises, Kammer-Vizepräsident Prof. GebbekenProf. Dr.-Ing. Norbert Gebbeken, Vizepräsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, ging in seinem Grußwort unter anderem auf die Beliebtheit des Baustoffes Holz ein: "Der Holzbau in Deutschland ist auf dem Vormarsch. Zu Recht, denn: Holz ist modern, Holz ist ehrlich, Holz ist nachhaltig, Holz ist wertvoll. Holz ist ein innovativer Baustoff, der im Trend liegt." Zudem zeigte viele Gestaltungsmöglichkeiten auf: "Im Holzhausbau stehen den Bauingenieuren, Architekten und Holzbau-Unternehmen heute sehr belastbare Holzwerkstoffe zur Verfügung. Werden Hölzer in mehreren Schichten verleimt, entstehen dadurch neue leistungsfähige Holzwerkstoffe, die die Gestaltungsvielfalt im Holzbau erhöht. Den planerischen Gestaltungsmöglichkeiten beim Bauen mit Holz sind immer weniger Grenzen gesetzt. Auch nicht nach oben: Dank aktueller Entwicklungen beschränkt sich der Holzbau nicht mehr auf Gebäude mit geringer Höhe, sondern erlaubt auch Gebäude mit vielen Geschossen – auch Hochhäuser aus Holz sind so möglich."

Kammer unterstützt den Wettbewerb

Der Holzbaupreis ist ein Gemeinschaftsprojekt des Forstministeriums und des Landesbeirats mit Unterstützung von proHolz Bayern, der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau und der Bayerischen Architektenkammer. Entwurfsverfasser, Tragwerksplaner, Holzbaubetriebe und Bauherren können sich darum bewerben. Er soll auf vorbildliche Projekte aufmerksam machen, die Bauherren, Architekten und Ingenieuren als Inspiration und Anschauungsobjekt dienen können. Er wird seit 1978 alle vier Jahre verliehen, heuer zum neunten Mal.

► Weitere Informationen und Fotos der Preisträger 
► Grußwort von Prof. Gebbeken zum Nachlesen

(Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, BayIKa)


 

 

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