Deutscher Ingenieurpreis Straße und Verkehr 2015 verliehen

Preis wurde in den Kategorien »Innovation«, »Verkehr im Dialog« und »Baukultur« vergeben

 

München   -  09.12.2015

Die Gewinner des Deutsche Ingenieurpreis Straße und Verkehr, der am 25. September 2015 in Stralsund verliehen wurde, stehen fest.

Der Preis wird von der Bundesvereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure (BSVI) in drei Kategorien vergeben: »Innovation«, »Verkehr im Dialog« und »Baukultur«. Die diesjährigen Preisträger kommen aus Ludwigshafen, Hamburg und Worpswede.

In der Kategorie Verkehr im Dialog waren ausschließlich Städte als Einreicher nominiert. Die Projekte „Erneuerung der Hochstraße Nord – B 44“ (eingereicht durch die Stadt Ludwigshafen), „Verkehr 2025 – Bremen bewegen! Planungsdialog zum Verkehrsentwicklungsplan Bremen 2025“ (eingereicht durch die Stadt Bremen) und das Projekt „Wolfsburg erneuert die Schlosskreuzung – und spricht darüber!“ (eingereicht durch die Stadt Wolfsburg) zeigen das hohe Niveau bei der Bürgerbeteiligung.
Aufgrund des Muts zu einer ergebnisoffenen, mehrstufigen und langfristig von den Bürgern akzeptierten Lösung einer komplexen Planungsaufgabe, die den gesellschaftlichen Wandel in Bezug auf die Beteiligungskultur in hervorragender Weise aufgreift und löst, wurde die Stadt Ludwigshafen mit dem Deutschen Ingenieurpreis Straße und Verkehr ausgezeichnet.

In der Kategorie Innovation wurde das „Mobilitätskonzept IKEA Hamburg-Altona“ des Einreichers ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung ausgezeichnet. Das beispielgebende Mobilitätskonzept IKEA Hamburg-Altona eröffnet nach Meinung der Jury neue Möglichkeiten des bisher sehr automobilisiert geführten Dialogs zwischen Kommunen und des Handels. Die Lösung sei ein überzeugendes und werbewirksames Mobilitätskonzept mit dem Ziel, den üblicherweise hohen Anteil an Nutzung durch Kraftfahrzeuge auf ein Innenstadt-verträgliches Maß zu reduzieren.

Nominiert waren zudem die Projekte „Lkw-Parkleitsystem A 9 zwischen München und Nürnberg“ (eingereicht durch Autobahndirektion Südbayern, Zentralstelle für Verkehrsmanagement)  und „Geothermische Temperierung der Fahrbahn – Pilotprojekt Kanalbrücke Berkenthin“ (eingereicht durch Böger + Jäckle Gesellschaft Beratender Ingenieure mbH & Co. KG).

Die Kategorie Baukultur zeigt, dass die Ingenieurinnen und Ingenieure räumliche Zusammenhänge achten und entsprechend entwerfen. Die Jury verlieh den Preis an das Projekt „Neugestaltung der Bergstraße Worpswede“, eingereicht durch [f| landschafts-architektur GmbH. Weitere Nominierte waren die Projekte „Schulhof und Straße – Passt das zusammen? Ja! Krieterstraße, ein Projekt der IBA 2013, Hamburg“ (eingereicht durch ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung) und „Landsberg am Lech nutzeroptimierte Umgestaltung des Hauptplatzes mit Integration einer Staatstrasse“ (eingereicht durch lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh).

Die „Neugestaltung der Bergstraße Worpswede“ wurde ausgezeichnet, da das Ergebnis erwarten lässt, dass es in vielfältiger Weise in vergleichbaren ländlichen Räumen für Straßenverkehrsmaßnahmen beispielgebend sein kann. Die Jury lobt die Entscheidung für die Gleichwertigkeit aller Verkehrsträger (shared-space-Prinzip), welches konsequent in das Gestaltungskonzept mit einer regionaltypischen Materialwahl überführt wurde und die Identität des ländlichen Ortes stärkt.

2017 wird der Deutsche Ingenieurpreis Straße und Verkehr erneut verliehen. Die Teilnahmebedingungen werden in Kürze bekannt gemacht. Schon jetzt sind die Ingenieurinnen und Ingenieure aufgerufen, sich geeignete, vielsprechende Projekte vorzumerken.

Quelle: BSVI

 

 

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