Immer weniger Fachpersonal auf ostdeutschen Baustellen

Dauerhaft niedrige Löhne führen zu Abwanderung

 

Frankfurt a.M.   -  16.03.2007

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) warnt in ihrer Pressemitteilung vor einer verstärkten Abwanderung von jungen qualifizierten Fachkräften am Bau in Ostdeutschland.
Laut IG-BAU Vorstizendem Klaus Wiesehügel werde ein dauerhaft niedriges Lohnniveau in Ostdeutschland für die Bauwirtschaft immer mehr zu einem Problem. Es bestehe aufgrund der verbesserten konjunkturellen Lage in den westlichen Bundesländern, aber auch im benachbarten Europa ein erheblicher Bedarf an Fachkräften.

Auf den Ost-Baustellen werde vorwiegend nur Mindestlohn Ost gezahlt, während die Westkollegen den erheblich höheren Tariflohn West bekämen. „Insbesondere junge qualifizierte Fachkräfte nehmen die besseren Bedingungen anderswo zum Anlass, Ostdeutschland dauerhaft den Rücken zu kehren“, warnt Klaus Wiesehügel. Der IG BAU-Chef fordert die Bauarbeitgeber dazu auf, diese Entwicklung zu stoppen und sich in der diesjährigen Tarifrunde nicht weiter gegen höhere Löhne zu sperren.

Angesichts einer stark verbesserten Konjunktur und steigender Umsätze und Gewinne seien die Zeiten für einen Angleichungsschritt im Lohn Ost an West gekommen, so der Gewerkschafter.
„Wer gute Fachkräfte halten will, muss bereit sein, auch gute Löhne zu zahlen“, sagt Wiesehügel. Das erklärte Ziel der IG Bauen-Agrar-Umwelt sei es, in diesem Jahr 5,5 % Lohnerhöhung für alle Beschäftigten durchzusetzen.

Die bundesweiten Tarifverhandlungen für das Baugewerbe werden am 30. März 2007 in Berlin fortgesetzt.

 

 

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