Deutscher Bahn droht Ertragsrisiko in Millionenhöhe

13.10.2004

Berlin (13.10.04) Nach Angaben des Handelsblatts droht der Deutschen Bahn angeblich ein Ertragsrisiko in dreistelliger Millionenhöhe. Es gebe umstrittene Rechnungen von Bauunternehmen an die Bahn im Volumen von 711 Mio. Euro, so ein Zeitungsbericht, der sich auf ein internes Papier der Bahn beruft.Nach Angaben eines Bahn-Sprechers seien die Forderungen bislang nicht in der Firmen-Bilanz berücksichtigt. Damit könnten in der Bahn-Bilanz bislang unentdeckte Risiken stecken, die den Börsengang weiter erschweren könnten, hieß es. Die Kosten für Bauprojekte der Bahn wie Gleise, Brücken oder Bahnhöfe überstiegen oft den Planansatz bei der Auftragsvergabe, schreibt die „Financial Times Deutschland“. Seit dem Jahr 2000 hätten Baufirmen dem internen Bahn-Papier zufolge Rechnungen über 5,13 Mrd. Euro eingereicht. Davon habe die Bahn knapp drei Milliarden Euro als berechtigt anerkannt, mehr als 1,4 Mrd. Euro habe sie abgelehnt.
Von den am 1. September noch offenen Rechnungen über 711 Mill. Euro hätten die Vertragsparteien über 593 Mill. Euro noch nicht verhandelt. 118 Mill. Euro seien nach ergebnislosen Verfahren strittig. Die Bahn hatte vor wenigen Wochen ihren von Firmenchef Hartmut Mehdorn für 2006 geplanten Börsengang auf unbestimmte Zeit aufgeschoben.

 

 

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