17.11.2004
München (17.11.04) - Brücken sind mehr als alle anderen Bauwerke extremen Witterungseinflüssen und zunehmender Verkehrsbelastung ausgesetzt. Deshalb kommt dem Erhaltungs- und Sanierungsmanagement von Brücken besondere Bedeutung zu.
In den nächsten Jahren muss von einem zunehmenden Instandhaltungsbedarf für Brücken ausgegangen werden. Dem stehen allerdings die bekannten Engpässe der öffentlichen Haushalte entgegen. Nach Expertenmeinung müssten für Brückensubstanzerhaltungsmaßnahmen jährlich mindestens ein Prozent des gesamten Brückenbestandswertes im Wert von € 40 Mrd., also € 400 Mio., in den öffentlichen Haushalten eingestellt werden. Tatsächlich wurden aber für alle Ingenieurbauwerke im Jahr 2002 bundesweit nur € 329 Mio. aufgewendet. Die Negativkonsequenz: Durch diese voraussichtlich stetig steigende Finanzierungslücke werden unsere Brücken immer schlechter und in einzelnen Fällen vielleicht nur noch bedingt verkehrstauglich sein.
Die Fachtagung "Brückeninstandsetzungen in Bayern", die der Bayerische Bauindustrieverband in Kooperation mit der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern am 9. Dezember durchführt, richtet sich an alle planenden und ausführenden „Brückenbau“-Entscheidungsträger aus den Bauverwaltungen, den Ingenieurbüros, der Bauwissenschaft und der Bauwirtschaft. In Vorträgen und Diskussionsbeiträgen werden aktuelle Aspekte zum Brückensanierungs- und Finanzierungsbedarf in Bayern aufgezeigt. Darüber hinaus werden aktuelle Methoden und Beispiele zum Erhaltungs- und Instandsetzungsmanagement aus praktischer Sicht vorgestellt.
Die Teilnahmegebühr beträgt € 140/90; Anmeldeschluss ist der 2. Dezember. Weitere Informationen erhalten Sie durch einen Info-Flyer, den Sie hier herunterladen können.
Bayerische
Ingenieurekammer-Bau
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Schloßschmidstraße 3
80639 München
Telefon 089 419434-0
info@bayika.de