500 Teilnehmer beim Bayerischen Mauerwerkstag

Rückblick auf den 14. Bayerischen Mauerwerkstag: Rund 500 Tragwerksplaner, Architekten und Verarbeiter waren zu Gast.

 

München   -  09.03.2011

Ministerialdirektor Josef Poxleitner, Leiter der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, läutete den Auftakt der Veranstaltung ein. Er bescheinigte in seinem Grußwort dem Ziegel als innovationsfreudigem Baustoff das Prädikat Nachhaltigkeit unter ökonomischen, ökologischen und sozialverträglichen Aspekten. Durch den weiteren Verlauf des Mauerwerkstages zog sich der Themenschwerpunkt Nachhaltigkeit wie ein roter Faden und fehlte folglich in keinem der Vorträge der durchweg renommierten Referenten.

Zu Beginn der Vortragsreihe warf Dipl.-Ing. Johann Reiß vom Fraunhofer Institut für Bauphysik (IBP), Stuttgart, die Frage auf: „Ist Fensterlüftung verboten?“ Er nahm das Thema Gebäudelüftung unter dem Gesichtspunkt des hygienischen Wärmeschutzes unter die Lupe und erörterte die Bedeutung der Fensterlüftung im Hinblick auf die Vermeidung von Feuchte- und Schimmelpilzschäden. Zur effektiven Vermeidung von Schimmel wies Reiß nachdrücklich auf einen guten Wärmeschutz und eine wärmebrückenfreie Bauweise hin und befand mechanische Wohnungslüftungsanlagen als nicht notwendig.

Das jährliche Thema zu Fragen des Baurechts übernahm Prof. Dr. jur. Meiendresch. Er zeigte vor allem den freiberuflichen Architekten Möglichkeiten zur Sicherung eines Vergütungsanspruches auf. Aktuell angesichts der Tatsache, dass sich Bauherren, Investoren oder Projektleiter häufig, auch bei umfangreicher Vorleistung des Planers, auf eine vertragslose Akquisition berufen, bei der Architekten oft leer ausgehen.

Dipl.-Ing. Architekt Stefan Forster beklagte in seinem Vortrag „Massive Wand versus Thermohaut“ den baukulturellen Verlust in Deutschland, in dessen Folge kein Bewusstsein mehr für Qualität und Ästhetik vorhanden sei. Er ging auf das vieldiskutierte Thema Nachhaltigkeit unter dem Aspekt des Primärenergiebedarfs und der Ästhetik von Gebäuden ein. Darauf bezogen verglich er verschiedene Wandkonstruktionen, um eine jeweilige Optimallösung aufzuzeigen.

Wie sind die Konstruktionen der Zukunft im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz zu wählen? Dieses Kernthema vertiefte Prof. Dipl.-Ing. Manfred Hegger mit konkreten Praxistipps zum Entwerfen energieeffizienter Außenwandkonstruktionen – bis hin zur Detailausbildung. In seinem Resümee forderte er u.a. auf, bereits bei der Planung das Verwertungspotenzial von Bauteilen zu berücksichtigen. Bei der Materialwahl appellierte er verantwortungsvoll Deklarierungen (EPDs) der Hersteller anzufordern, auf eine Homogenität der Baustoffe zu achten und vor allem die Lebensdauer des Gebäudes mit in Betracht zu ziehen.

Quelle: Schlagmann Poroton / PR

 

 

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