Exkursion nach Weilheim

Bauingenieure besichtigen Ortsumfahrung Peißenberg und Guggenbergtunnel.

 

Weilheim   -  02.11.2009

Zu einer interessanten Besichtigung hat kürzlich das Staatliche Bauamt Weilheim eingeladen. Im Mittelpunkt stand die Ortsumfahrung Peißenberg  die Ende 2008 für den Verkehr freigegeben wurde. Organisiert wurde die Veranstaltung von unserem Regionalbeauftragten für Schwaben, Dipl.-Ing. Karlheinz Gärtner.

Zunächst gab Bereichsleiter Ltd. BD Günther Grafwallner, der Amtsnachfolger von Gärtner ist, einen Überblick über die Aufgaben und Projekte des Bauamtes. Martin Maier, Abteilungsleiter Konstruktiver Ingenieurbau, stellte anschließend mit Hilfe einer Power-Point-Präsentation das Bauprojekt „Bundesstraße 472 – Ortsumgehung Peißenberg“ vor. Dabei ging er auch auf das Hochwasser im August 2005 ein, das die Bauarbeiten verzögerte, weil die Ammerbrücke stark beschädigt worden war.
Nach Vorarbeiten der Gemeinde, die bereits in den 70er Jahren begonnen haben und nach Abschluss de Raumordnungsverfahrens im Jahr 1992 mussten noch 16 Jahre vergehen, bis die 7 Kilometer lange und 54 Millionen Euro teure Baumaßnahme beendet werden konnte.

Kernstück der Bundesstraße 472, die bis Ende 2008 mitten durch den Ort lief ist der Guggenbergtunnel mit einer Länge von 384 Metern. Er ist für zwei Fahrspurten ausgelegt und entspricht dem Regelquerschnitt „10,5T“. Das heißt, der Querschnitt ist 9,50 Meter breit und setzt sich aus zwei je 3,5 Meter breiten Fahrspuren, zwei je 0,25 Meter breiten Sicherheitsstreifen und zwei je 1,00 Meter breiten Notwegen zusammen. Die Geometrie des Tunnelgewölbes wurde so gewählt, dass die vorhandenen Gebirgsdrücke statisch günstig abgetragen werden konnten. Ein- und Ausfahrt sind mit einem sogenannten Portalkragen versehen.

Durch die Ortsumfahrung wurde die Ortsdurchfahrt von Peißenberg um mehr als die Hälfte des Verkehrs entlastet. Mehr als 20.000 Fahrzeuge rollten zuvor  täglich durch den Ort und machten ein Überqueren der Fahrbahn mit Hauptverkehrszeiten fast unmöglich. Dank der Umgehung wurde Peißenberg wieder ein Stück lebens- und liebenswerter.

 

 

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