Münchener Massivbau Seminar: Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis

Beim 14. Münchener Massivbau Seminar haben namhafte Referenten aktuelle Entwicklungen im konstruktiven Ingenieur- und Brückenbau aufgezeigt.

 

München   -  05.10.2010

Zu der Veranstaltung am 5. Oktober hatte der Förderverein Massivbau der TU München eingeladen. Erneut ist es gelungen eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis zu schlagen. „Das Seminar will allen im Massivbau tätigen Ingenieuren eine Plattform für den fachlichen Austausch bieten und zur Diskussion innovativer ganzheitlicher Ingenieurlösungen anregen“, sagte Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Oliver Fischer, Ordinarius am Lehrstuhl für Massivbau.

Nach der Begrüßung und Grußworten von Dipl.-Ing. Univ. Herbert Luy (Vorsitzender des Fördervereins), Kammerpräsident Dr.-Ing. Heinrich Schroeter und Altdekan Univ. Prof. Dr.-Ing. Norbert Vogt startete die Vortragsrunde mit nicht weniger als insgesamt 17 Referenten. Das ganztägige Seminar war in insgesamt vier Themengebiete eingeteilt: Ganzheitliches Entwerfen im Massivbau, Forschung und Lehre, Brücken- und Ingenieurbau sowie Tunnelbau. Stellvertretend einige Impressionen: Den Anfang machte Dr.-Ing. Peter Haardt, Leiter des Referats Betonbau an der Bundesanstalt für Straßenwesen. Er berichtete über die Bedeutung der Nachhaltigkeit bei Planung und Ausführung von Ingenieurbauwerken aus Sicht eines Bauherrn.

Über die Entwicklungen im Eisenbahnbrückenbau sprach Dipl.-Ing. Jens Müller von der DB Netz AG. Er stellte auch Normen und Regelwerke vor. Um Kosten zu sparen, wolle die Deutsche Bahn künftig standardisierte Lager entwickeln und für Ihre Brücken einsetzen. Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Horst Falkner ging in seinem Vortrag der Frage nach „Bauen und Planen wir immer richtig?“ In seinem Vortrag brach er eine Lanze für den Transrapid und den umstrittenen geplanten Stuttgarter Hauptbahnhof.

Nach einer kurzen Pause startete der zweite Teil der Veranstaltung mit einem Vortrag von Dipl.-Ing. Wolfgang Finckh zum Thema Verstärken von Betonbauteilen mit geklebter Bewehrung. Mit Blick auf seinen Werdegang stach Dr. Bernd Schottendorf unter den Referenten hervor: Der Mediziner stellte Großstrukturen aus Karbonfaser vor. Im dritten Teil informierte unter anderem Dr.-Ing. Alfred Krill über Planung und Bau einer Schrägseilbrücke in Segmentbauweise und im vierten Teil stand unter anderem der Citytunnel im schwedischen Malmö im Fokus der Betrachtungen. Dipl.-Ing. T. Nevrly informierte über Bemessungsfragen und Brandschutz.

Die Palette, der angesprochenen Themen reiche vom Entwurf, über die Planung und Realisierung bis zum Bauen im Bestand. Dabei erhielten die zahlreichen Teilnehmer auch einen Überblick zu aktuellen Forschungsinhalten und zur Ingenieurausbildung am Lehrstuhl für Massivbau an der Technischen Universität in München. Nach dem großen Erfolg wird die Veranstaltung auch im nächsten Jahr eine Wiederauflage erleben. Der Termin steht bereits fest. Das 15. Münchener Massivbau Seminar findet am Dienstag, den 11. Oktober 2011 statt.

 

 

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