Burg Mangoldstein

Sonderausstellung in Donauwörth bis zum 25. September.

 

Donauwörth   -  27.06.2011

Die Burg Mangoldstein ist heute nur noch in Resten vorhanden – diese wurden im Rahmen des Baubeginns für das „Forum für Bildung und Energie“ 2009 und 2010 unter Aufsicht des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege untersucht und freigelegt. Eine Sonderausstellung, die ab 30. Juni 2011 in Donauwörth zu sehen ist, bildet die wechselvolle Geschichte der Burg ab und erklärt die Ergebnisse der archäologischen Untersuchungen.

Die erste Erwähnung der Burg Mangoldstein findet sich in einer Urkunde aus dem Jahr 1030; in ihr bestätigte der Aribonenkaiser Konrad II. seinem ältesten Sohn Aribos das Markt-, Zoll- und Münzrecht für die Ansiedlung Uueride – das althochdeutsche „erhöhte Land im Wasser“ ist das heutige Donauwörth. Der älteste Burgbau aus dem 11. Jahrhundert bestand aus Architekturteilen, die man aus der römischen Bäderstadt Phoebiana (Famingen) entwendet hatte. 1171 fiel die Burg als Reichslehen an Friedrich I. Barbarossa.

Die Staufer bauten die Burg weiter aus, zahlreiche Kaiser und Könige machten hier Station auf dem Weg nach Süden. Mit dem Ende der Stauferzeit nach dem Tod Konradins fiel die Burg an Bayern – der römisch-deutsche König Albrecht I. forderte 1298 jedoch die Rückgabe des Lehens. 1301 schließlich belagerte er die Burg, seine Forderung war nicht erfüllt worden. Eiserne Krähenfüße, Geschützkugeln aus Kalkstein und Armbrustbolzen, die bei den Untersuchungen 2009/2010 im Burggraben gefunden wurden, zeugen von diesem Kampf. Nachdem die Burg in Brand geschossen worden war, kam es 1308 zur Schleifung und zum Abbruch der Gebäude.

Die Ausstellung zur „Ritterburg Mangoldstein“ im Donauwörther Zeughaus in der Rathausgasse, die das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege und die Stadt Donauwörth gemeinsam gestaltet haben, präsentiert von 1. Juli bis 25. September 2011 die Grabungsergebnisse und Funde. Sie wird am 30. Juni 2011 um 18 Uhr im großen Sitzungssaal des Donauwörther Rathauses eröffnet: Das Grußwort spricht Dr. C. Sebastian Sommer, Leiter der Abteilung Bodendenkmalpflege des BLfD. Dr. Wolfgang Czysz, Leiter des für Schwaben zuständigen Referats, gibt Einblicke in die Ausgrabungsarbeiten.

Anschließend führt die Museumsleiterin, Gudrun Reißer, in die Ausstellung ein. Die Presse ist herzlich eingeladen, sich bei der Ausstellungseröffnung über die Grabung und ihre Ergebnisse
zu informieren.

Quelle: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege

 

 

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