Rückblick: Augsburger Stadtbücherei besichtigt

Der Leiter der Stadtbibliothek Manfred Lutzenberger führte die Gäste der BayIKaBau durch das Haus. Er erklärte die Konzeption mit frei veränderbaren Buchregalen. Die Rückgabe kann rund um die Uhr im Windfangbereich erfolgen.

 

Augsburg   -  01.08.2011

Bücherspende in Augsburg. Foto: Herbert Luy / Bayerische Ingenieurekammer-BauRegionaltreffen Schwaben Nord am 28.07.2011 in der Neuen Stadtbücherei Augsburg: Die Stadtbücherei Augsburg hat vor zwei Jahren einen Neubau  in der Stadtmitte am Ernst Reuter Platz erhalten. Zwischen der  Fußgängerzone, dem Stadtmarkt und der Grottenau-Post  fand  sich in der Stadtmitte ein geeigneter Platz. Wie ein Tortenstück mit Stiel reckt sich der verglaste Bau in die Höhe.

Eine doppelte Glasfassade sorgt für viel Licht im Innenraum. Im Dach stecken mehrere verglaste Kuben, die das Licht direkt in den Innenbereich führen. In drei Etagen, die mit jeweils einer  langen geradläufigen Treppe ohne Zwischenpodeste verbunden sind, bietet sich dem Besucher großzügig Raum und inhaltlich viel Interessantes.

Im Erdgeschoss ist eine Themenschau untergebracht, sowie Online-Katalog  und Selbstbedienungsausleihe. Einen größeren Teil nimmt das Angebot für  Kinder und Jugendliche ein. Der Leiter der Stadtbibliothek Manfred Lutzenberger führte die Gäste der BayIKaBau durch das Haus.

Er erklärte die Konzeption mit frei veränderbaren Buchregalen. Die Rückgabe kann rund um die Uhr im Windfangbereich erfolgen. Eine Sortieranlage trennt die verschiedenen Medien für die Einsortierung.  Der nicht unterkellerte Bau verfügt über eine aufwändige Rechenanlage, die das Gebäudemanagement steuert. Mit der Messung der Wetterdaten und des  Tageslichtes werden Jalousien, Belichtung, Belüftung und Fußbodenheizung bzw. Deckenkühlung gesteuert. Lichtschalter sucht man vergebens.

Mittels Sensortechnik werden auch Dunkelräume wie das Musiklabor beleuchtet. Nicht nur der bekannte Vorführeffekt trat ein. Herr Lutzenberger berichtete auch über die nun schon über zwei Jahre dauernde Anpassung von Parametern und  Messdaten zur gewünschten Funktion in allen Teilen. Zwar ist alles vom  Zentralrechner steuerbar aber auch eine Wissenschaft für sich, die gut geschultes Personal erfordert. Die Anzahl der erforderlichen Wartungsverträge für die verschiedensten technischen Einrichtungen vom automatischen Fensteröffner  bis zur Türsteuerung ist beträchtlich.

Mit Ausbaugewerken sind noch Auseinandersetzung in der Gewährleistung abzuwickeln. Der Kautschukbodenbelag war auf einem nicht ausreichend trockenen 10 cm dicken Estrich verlegt worden und zeigte ungewollte Blasenbildung, da er sich diffusionsdicht verhält. Auch für  Ingenieure ist es interessant die neueste Gebäudetechnik kennenzulernen und  zu erfahren, wo der Nutzer damit seine Schwierigkeiten hat.

Passend zur großen Benutzergruppe der Kinder und Jugendlichen, übergab der Regionalbeauftragte, Herr Silberhorn als Dankeschön dem Leiter der Bibliothek das Buch „Opa, was macht ein Bauschineur“.

Dipl.-Ing. Univ. Herbert Luy

 

 

[ zurück ]

 

Bayerische
Ingenieurekammer-Bau

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Schloßschmidstraße 3
80639 München
Telefon 089 419434-0
info@bayika.de

► Aktuelles ► Kurznachrichten
Planer- und Ingenieursuche
Partner Mittelstandspakt Bayern

Partner Klima-Allianz Bayern