10.08.2004
Berlin (10.08.04) - Die Juni-Umfrage bei den Mitgliedsunternehmen des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes kam zu folgendem Ergebnis: Wie bereits in den Vormonaten wird die Geschäftslage in den alten und neuen Bundesländern überwiegend unbefriedigend eingeschätzt.
Insbesondere im öffentlichen Hochbau und im Tiefbau hat sich dieses Meinungsbild verfestigt. Im Wohnungsbau und gewerblichen Bau wird teilweise eine befriedigende Lageeinschätzung gegeben.
Die zurückhaltende Beurteilung der Situation resultiert aus einer nicht anziehenden Nachfrage. Diese ist gegenüber dem Vormonat insgesamt unverändert niedrig. Zum öffentlichen Hochbau kommen vermehrt rückläufige Meldungen.
Die Bautätigkeit ist im Trend unverändert, Meldungen über einen Rückgang überwiegen gegenüber vereinzelten Meldungen zu Steigerungen. Das gleiche Bild kennzeichnet die Beschäftigtensituation.
Die Auftragsreichweiten haben sich nur marginal verändert. Lediglich im Straßenbau in den alten Bundesländern stieg der Wert von 1,2 Monaten auf 1,4 Monate. Im Hoch- und Tiefbau verharrte er bei 1,7 Monaten in den alten und 1,4 Monaten in den neuen Bundesländern.
Auch die Geräteauslastung zeigt sich unverändert. Die Einschätzung für den Juni wird für die alten Bundesländer wiederum mit knapp 60 % für den Hochbau und Tiefbau angegeben. In den neuen Bundesländern liegt der Wert bei jeweils gut 50%.
Die Wettbewerbssituation bleibt äußerst angespannt. Die Baupreise geben nach Einschätzung der Unternehmen sogar weiter nach. Deutlich mehr Unternehmen als im Vormonat berichten über sinkende Preise.
Das niedrige Niveau der Geräteauslastung insgesamt gibt keinen Anreiz für eine vermehrte Investitionstätigkeit. Die Investitionsneigung bleibt zurückhaltend, wenn, wird überwiegend von Ersatzinvestitionen berichtet.
Behindernd für die Bautätigkeit wirken sich nach wie vor Zahlungsverzögerungen der Auftraggeber aus. Aus den alten Ländern wird auch über Facharbeitermangel berichtet.
Die Bauunternehmen erwarten kurzfristig keine Veränderungen bei der Auftrags- und Preisentwicklung. Die kurzfristigen Erwartungen für die nächsten drei Monate sind unverändert mit sogar abnehmender Tendenz.
Quelle: Zentralverband des Deutschen Baugewerbes ZDB
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