Bayerns Wirtschaftsminister stellt 15. Raumordnungsbericht 1999-2002 vor

03.01.2005

München (03.01.05) - Bei der Vorstellung des 15. Raumordnungsberichts der Staatsregierung für den Zeitraum 1999-2002 betonte Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu, dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Bayern eine höhere Wachstumsdynamik aufgewiesen habe als in Deutschland (reales Wachstum Bayern 1999 - 2002 Deutschland: 6,7 Prozent Bayern 8,7 Prozent). Der Anteil an der gesamtdeutschen Wertschöpfung stieg kontinuierlich auf den Spitzenwert von 17,5 Prozent (2002; zum Vergleich: Bevölkerungsanteil 2002: 15,0 Prozent).

Von 1999 bis 2002 ging in Bayern die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Produzierenden Gewerbe auf 1,72 Mio. zurück (-1,6 Prozent; Deutschland: -6,2 Prozent). Der Bereich Land- und Forstwirtschaft verlor 1.255 Beschäftigte (-3,5 Prozent; Deutschland: -8,9 Prozent). Dieser Beschäftigtenrückgang wurde im Berichtszeitraum vom Dienstleistungssektor mit einem Zuwachs von 190.736 Beschäftigten (7,7 Prozent) überkompensiert (Deutschland: 4,4 Prozent). Wiesheu warnt in diesem Zusammenhang vor einer schleichenden Deindustriealisierung in Deutschland. "Nur dort wo auch das produzierende Gewerbe stark ist, kann sich auch der Dienstleistungssektor entfalten", so der bayerische Wirtschaftsminister.

Wiesheu wies auch daraufhin, dass der Raumordnungsbericht auch auf die künftige demographische Entwicklung in den bayerischen Regionen eingeht. Als Folge des langjährigen Geburtendefizits sowie der gestiegenen Lebenserwartung wird sich der Anteil der über 65jährigen an der Gesamtbevölkerung von 16,8 Prozent im Jahr 2002 auf 30,8 Prozent im Jahr 2050 erhöhen. Die Zahl der 75jährigen und Älteren wird sich mehr als verdoppeln. Der demographische Wandel wird sich auf alle Lebensbereiche, wie Arbeitsmarkt, Bildungswesen, Gesundheitswesen usw. auf den Infrastrukturbedarf und damit auch auf die Raum- und Siedlungsstruktur auswirken.

Im Berichtszeitraum nahm die Bevölkerung Bayerns um rd. 301.000 Einwohner auf rd. 12,4 Mio. Einwohner zu (+2,5 Prozent; gesamtes Bundesgebiet: +0,6 Prozent). In den Regionen mit großen Verdichtungsräumen betrug der Einwohnerzuwachs 3,4 Prozent, in den sonstigen ländlichen Regionen 2,7 Prozent und in den Grenzland- und überwiegend strukturschwachen Regionen 1,3 Prozent. Der Zuwachs Bayerns war ausschließlich durch Wanderungsgewinne bestimmt (innerdeutsch rd. 203.400, gegenüber dem Ausland knapp 99.600 Personen). Die Zahl der Geburten nahm in Bayern weiter ab; der Geburtenrückgang war in den Grenzland- und überwiegend strukturschwachen Regionen (-9,2 Prozent) stärker als in den Regionen mit großen Verdichtungsräumen (-4,9 Prozent).

Der 15. Raumordnungsbericht steht im Internet zur Verfügung:

http://www.stmwivt.bayern.de/landesentwicklung/bereiche/raumbeob/rob.htm

 

 

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