25.01.2005
Berlin - "Angesichts massiver Auftragsrückgänge im Monat November des vergangenen Jahres, die im übrigen den Negativtrend aus dem Oktober fortsetzen, ist für die deutsche Bauwirtschaft immer noch keine Trendwende zum Besseren in Sicht." Dies erklärte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes zu den vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten zum Bauhauptgewerbe für den Monat November 2004.
Diese zeigten, so Frauenrath, dass der Bau das Jahr 2004 mit deutlich negativen Entwicklungsraten abschließen werde. Bei den Umsätzen werden die Einbußen wohl in der Größenordnung von 3 bis 4 Mrd. Euro liegen, so dass sich für das Jahr ein Umsatzvolumen zwischen 79 und 80 Mrd. Euro ergeben wird. Die Beschäftigtenzahl wird sich um etwa 45.000 Personen auf dann noch 770000 Personen im Bauhauptgewerbe verringern. Relativ gehen die Umsätze somit um 4 - 5 % und die Zahl der Beschäftigten um 5,4 % zurück.
Die bis einschließlich November 2004 eingegangenen Aufträge zeigen sowohl im Hochbau mit - 6,8 % als auch im Tiefbau mit - 7,5 % eine gleichermaßen ungünstige Nachfrageentwicklung. Zudem zeigen die ersten Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung für das Jahr 2004, dass das von vielen erhoffte Ende der Talfahrt am Bau noch nicht erreicht ist. Gemäß dieser Ergebnisse verringerte sich das Volumen der Bauinvestitionen in Deutschland um 2,5 % und das trotz eines gesamtwirtschaftlichen Wachstums um 1,7 %. Da diese Zunahme des Bruttoinlandsproduktes weitgehend exportgetrieben war, zeigten sich keine positiven Wirkungen auf die Bauinvestitionen.
Die oftmals für 2005 prognostizierte Zunahme des Bruttoinlandsproduktes um 1,2 bis 1,4 % soll nach Ansicht der Experten dagegen stärker von der inländischen Nachfrage und damit auch den Investitionen gestützt werden.
"Ob dieses dann auch tatsächlich zu (Bau-)Investitionen am Standort Deutschland führen wird, bleibt abzuwarten. Die Talsohle werden wir jedenfalls in diesem Jahr immer noch nicht erreichen. Mit einem Minus von mindestens einem Prozent bei den Bauinvestitionen und dem Abbau von weiteren 25.000 Arbeitsplätzen allein im Bauhauptgewerbe hoffen wir auf eine Verlangsamung des Rückgangs. Als Bauunternehmer hat man gelernt, mit wenig zufrieden zu sein." So Arndt Frauenrath abschließend.
Quelle: ZDB
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