Rekordtief bei Baugenehmigungen

München - 13.02.2006

Beckstein: Ohne kontinuierlichen Neubau drohen erneut Engpässe bei Wohnraumvergorgung

Die Zahl der Baugenehmigungen in Bayern ist im Jahr 2005 gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf rund 49.700 gesunken. "Das ist ein neues Rekordtief, trotz Vorzieheffekten in Folge der Abschaffung der Eigenheimzulage zum Jahresende. Da die Zahl der Privathaushalte stetig wächst, brauchen wir jedoch einen kontinuierlichen Neubau von Wohnungen, damit es nicht erneut zu Engpässen bei der Wohnraumversorgung kommt. Vor allem in den Ballungsräumen brauchen wir mehr familiengerechten Wohnraum. Ich gehe aber davon aus, dass die neue Bundesregierung das allgemeine Klima in der Wirtschaft verbessert und auch die Investitionen in den Wohnungsbau wieder ankurbeln kann", so Innenminister Dr. Günther Beckstein zu den aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung.

Im Jahr 2005 wurden in Bayern für insgesamt 49.682 Wohnungen Baugenehmigungen erteilt oder Genehmigungsfreistellungsverfahren abgeschlossen. Das waren 13,6 Prozent weniger als im Vorjahr mit 57.509 Wohnungen. Damit wurde sogar der bisherige Tiefstand seit dem Zweiten Weltkrieg aus dem Jahr 1987, als lediglich 51.004 Baugenehmigungen gezählt wurden, unterboten. Die Zahl der genehmigten Einfamilienhäuser sank um 15,9 Prozent auf 21.334, die Zahl der genehmigten Wohnungen in Zweifamilienhäusern um 41,3 Prozent auf 4.206. Auf allerdings niedrigem Niveau hat sich einzig der Geschoss- und Wohnungsbau stabilisiert. Es wurden 17.685 Baufreigaben für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern erteilt. Das sind 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern

 

 

 

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