Bayern gibt Startschuss für neue Deregulierungsoffensive

Kabinett beschließt Maßnahmenpakt mit über 220 Vorschlägen zum Bürokratieabbau

 

München   -  04.10.2006

Bayern gibt den Startschuss für eine neue Deregulierungsoffensive. Das Kabinett hat ein Maßnahmenpaket mit über 220 Vorschlägen zum weiteren konsequenten Abbau entbehrlicher Vorschriften des Landes-, Bundes- und EU-Rechts beschlossen. Kernstück ist ein Sofortprogramm mit rund 40 Deregulierungsmaßnahmen, die sofort umgesetzt werden sollen. Das Programm wird ergänzt durch ein "Arbeitsprogramm", das über 180 weitere Entbürokratisierungsvorschläge aus den Ressorts und den Regierungsbezirken umfasst. Staatskanzleichef Eberhard Sinner kündigte an, dass die Staatsregierung die Entbürokratisierung zum zentralen Thema der laufenden Legislaturperiode machen werde.

 

Zu den vom Ministerrat beschlossenen Sofortmaßnahmen für weniger Bürokratie gehören folgende Kernelemente:

 

1. Weniger Bürokratie und mehr Handlungsspielräume  für die Kommunen

Bayern entlastet seine Kommunen noch stärker von überflüssiger Bürokratie und eröffnet den Gemeinden, Landkreisen und Bezirken zusätzliche Handlungsspielräume, um ihre Angelegtheiten vor Ort noch zügiger und effektiver zu regeln.

 

2. Weniger bürokratische Hürden und schnellere Verwaltungsverfahren für die Wirtschaft

Im Bereich Wirtschaft zielt das Sofortprogramm vor allem auf eine Entlastung der Unternehmen von Überprüfungen, Statistikpflichten und auf eine Beschleunigung von Fördermaßnahmen.

 

3.  Weniger bürokratische Fesseln für die Bürger

Bayern will auch die Vorschriften abbauen, die viel Aufwand die Bürger und für den Staat wenig Nutzen bedeuten.

 

Neben den Vorschlägen, die sofort umgesetzt werden können, sollen 180 weitere Deregulierungsvorschläge zunächst von der Projektgruppe Verwaltungsreform der Staatsregierung geprüft und mit sämtlichen betroffenen Stellen abgestimmt werden. Dieses Arbeitsprogramm umfasst vor allem Vorschläge zur Vereinfachung des Förder- und Vergaberechts, zum Abbau statistischer Belastungen sowie zur Deregulierung des Bau- und Umweltrechtsrechts.

 

Mit dem neuen Maßnahmenpaket wird der Deregulierungskurs Bayerns nach den Worten von Staatskanzleichef Sinner konsequent fortgesetzt.

Bayern hat in den letzten drei Jahren die Zahl der Landesgesetze um rund 12 Prozent und die Zahl der Verordnungen um rund 25 Prozent gesenkt. Außerdem wurden mehr als 1.700 Verwaltungsvorschriften aufgehoben. Im Mai dieses Jahres hatte das Kabinett ein Bündel von Maßnahmen zum Bürokratieabbau beschlossen. Zu den Maßnahmen zählte unter anderem die gezielte Umsetzung des "5-Jahres-TÜV" für landesrechtliche Vorschriften, der Abbau weiterer Verwaltungsvorschriften im Rahmen der Einstellung in die Datenbank BAYERN-RECHT, die Beschleunigung von Verwaltungsverfahren durch so genannte Genehmigungshöchstfristen mit Fiktionswirkung so- wie ein größerer Ermessensspielraum der Behörden bei der Einbindung von Fachstellen in Genehmigungsverfahren.

 

 

[ zurück ]

 

Bayerische
Ingenieurekammer-Bau

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Schloßschmidstraße 3
80639 München
Telefon 089 419434-0
info@bayika.de

► Aktuelles ► Kurznachrichten
Planer- und Ingenieursuche
Partner Mittelstandspakt Bayern

Partner Klima-Allianz Bayern