Start für Europan-Bauvorhaben in Ingolstadt

24.07.2003

München (24.07.03) Der Bayerische Innenstaatssekretär Hermann Regensburger informierte gestern über das erste in einem Europan-Wettbewerb prämierte Projekt, das in die Bauphase geht: Die Wohnanlage in der Richard-Wagner-Straße in Ingolstadt.Regensburger ist überzeugt davon, dass mit den Europan-Wettbewerben im Allgemeinen und mit diesem Ingolstädter Projekt im Speziellen ein guter hoffnungsvoller Baustein für den Export bayerischer und deutscher Architektur gelegt worden sei
Europan ist ein Verbund 19 europäischer Länder, die zeitgleich nach international einheitlichen Spielregeln und zum gleichen Thema auf zur Bebauung anstehenden Grundstücken in Europa Ideenwettbewerbe für Architektinnen und Architekten unter 40 Jahren ausloben. Die Wohnanlage in Ingolstadt war eines von 12 deutschen Projekten, die im Rahmen des 6. Europan-Wettbewerbs 2001 prämiert wurden. Für das Projekt wurde am 21. Juli 2003 im Rahmen einer Feierstunde der Grundstein gelegt.
Der Freistaat Bayern unterstützt und finanziert Europan und damit den europäischen Dialog zum Thema "Weiterentwicklung von Architektur und Wohnen" seit Jahren. Die bisherigen Wettbewerbe und die laufende Session förderte er jeweils mit etwa 200.000 Euro. Hinzu kamen beachtenswerte Beiträge bayerischer Wohnungsbaugesellschaften und Kommunen bzw. Grundstückseigentümer. Für den Wettbewerb am Standort Ingolstadt stellte der Freistaat 70.000 Euro, die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt als Bauträgerin etwa 50.000 Euro bereit. Für die Realisierung der insgesamt 48 Wohnungen bewilligte die Regierung von Oberbayern 800.000 Euro im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung. Regensburger bezeichnete das Projekt als Licht im Dunkel der baukonjunkturellen Lage. Er gab zu bedenken, dass etwa 50 % des gesamten Kapitalstocks in Deutschland auf den Wohnungsbau entfallen. Jeder 7. bis 8. Arbeitsplatz ist direkt oder indirekt einer Immobilie zuzurechnen. Laut Regensburger habe sich die Staatsregierung stets für eine aktive Wohnungspolitik stark gemacht. Im Weiteren verwies Regensburger auf die Initiative "Zukunft des Wohnungsbaus", die der Freistaat Anfang letzten Jahres ins Leben gerufen habe. Das Hauptaugenmerk der Initiative richte sich auf künftige Entwicklungen des Wohnungsbaus und dabei besonders auf Lösungsmöglichkeiten, die den Ansprüchen einer sich rasch wandelnden Gesellschaft noch mehr gerecht werden könnten. Neben Veranstaltungen, Veröffentlichungen, Wettbewerben und Ausstellungen seien neue Modellvorhaben ein Schwerpunkt dieser Initiative. Die Beteiligung am europäischen Wettbewerb für junge Architektinnen und Architekten unter 40 Jahren gehöre ebenso zur Initiative.

 

 

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